Newsbeiträge
Wachsende Energiearmut: Stromsperren durch frühzeitige Gegenstrategien den Saft abdrehen
Energiearmut grassiert – Tendenz steigend. So das Ergebnis einer Umfrage der Verbraucherzentrale NRW bei den 110 Grundversorgern in Nordrhein-Westfalen. Nach Einschätzung von drei Viertel der 58 antwortenden Unternehmen sind wachsende Probleme rund um Energieschulden und Stromsperren festzustellen.
Die Zahlen sprechen für sich: In 2010 haben die befragten
Energieunternehmen in NRW mehr als drei Millionen Mal die Zahlung von
Stromrechnungen angemahnt. Nach 340.000 Sperrandrohungen folgte dann
für 62.000 Kunden tatsächlich das Aus beim Saft aus der Steckdose.
"Hochgerechnet auf alle 110 Grundversorger dürfte etwa 120.000
Haushalten der Strom abgedreht worden sein, bundesweit schätzungsweise
sogar 600.000 Mal", fasst NRW-Verbraucherzentralenvorstand Klaus Müller
die alarmierende Bilanz wachsender Energiearmut zusammen.
Zweiter Wohnungsloser erfroren
BAG Wohnungslosenhilfe erneuert Appell zum Kälteschutz
Bielefeld,
22.02.2012. Wie erst heute aufgrund des Obduktionsberichts der Polizei
Berlin bekannt wurde, ist inzwischen ein zweiter wohnungsloser Mann
erfroren. Dies teilte die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe
(BAG W), der Dachverband der Wohnungslosenhilfe in Deutschland, mit.
Bei dem Toten handelt es sich um einen 78jährigen Wohnungslosen, der
bereits am 15. Februar nahe des Potsdamer Platzes in Berlin tot
aufgefunden worden war.
Am 02. Februar 2012 war ein 55jähriger
Mann in Magdeburg erfroren. Zwei weitere wohnungslose Männer in Köln
und Berlin erlagen schwersten Verbrennungen, als sie sich in ihren
provisorischen Unterständen an einer Kerze bzw. an einem Feuer
aufwärmen wollten.
Stimmen zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit 2012 (update8)
Stellungnahmen, Presseartikel zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit, Linkübersicht
Zum vierten Mal findet in diesem Jahr 2012 dieser Welttag der Vereinten Nationen statt.
Für das Dorfprojekt ist "Soziale Gerechtigkeit - echt, menschlich und mit verlässlicher Nachhaltigkeit" die übergeordnete Aufgabe. Der 20. Februar ist daher willkommener Anlass, um auf beides - Welttag und soziales Dorfprojekt - aufmerksam zu machen.
Im letzten Jahr hatten wir am 20. Februar unseren Hilf' mit!-Aufruf veröffentlicht. Auf den wird in diesem Jahr wieder aufmerksam gemacht.
Der Newsblog widmt diesem besonderen Datum abseits des initiativen-eigenen Anliegens. Der informiert über Stimmen zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit, mit ausgesuchten Stellungnahmen und diesem Übersichtsbeitrag mit Links zum Welttag.
Aktives Handeln gegen soziale Spaltung notwendig
„Soziale Gerechtigkeit ist elementar für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Sie darf nicht nur als Thema für politische Sonntagsreden abgefertigt werden.“ Das erklärte der Präsident des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes Volkssolidarität, Prof. Gunnar Winkler, aus Anlass des UNO-Welttages der sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar.
„Die Kluft zwischen Arm und Reich ist in Deutschland größer denn je. Die seit Jahren ungebrochene Umverteilung von unten nach oben spaltet die Gesellschaft in einem gefährlichen Maße. Wenn in einem der reichsten Länder der Welt zwölf Millionen Menschen in Armut leben, dann ist das ein Skandal. Auch deshalb wird sich die Volkssolidarität weiter für soziale Gerechtigkeit in diesem Land einsetzen und stark machen.“
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