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Kommentar zu Harald Welzer: Mentale Infrastrukturen – Wie das Wachstum in die Welt und in die Seelen kam von genova
datetimelong - 1 Jahr, 11 Monate her   -  Jenseits des Wachstums, Kongress (Mai 2011 in Berlin)  -  Kommentare jdW-Kongress
“Für ihn muss aus dem kritischen Denken der einzelnen eine soziale Bewegung entstehen, welche dann die Wachstumskritik umsetzen kann. Damit wird klar, dass jeder einzelne gleichzeitig auch Teil des Problems ist. Den Anfang des Umdenkens muss jeder selbst machen. ” Nett geschrieben, aber eben genauso allgemein gehalten wie der größte Teil von Welzers Vortrag. Außerdem hört Welzer sich gerne reden und ist eitel, das sollte bei der Analyse nicht hinten runterfallen. Bezeichnend war doch sein Abgang: Er verkürzte die ohnehin kurze Diskussionszeit eigenständig um zehn Minuten, beantwortete die aus dem Publikum gestellten Fragen nicht, weil er, nach eigener Aussage, schnell zu einem Skatspiel nach Hannover musste. Wahrscheinlich mit 250 Sachen im ICE. Und das verkaufte er der geneigten Zuhörerschaft auch noch als Entschleunigung. Das fand nicht nur ich arrogant. Ich bin recht skeptisch aus diesem Vortrag herausgegangen, wobe ich das Thema für superinteressant und wichtig halte. Ich hatte von Welzer aber in erster Linie den Eindruck eines Selbstdarstellers. Der joviale Moderator, der viel plapperte und wenig sagte, passte auch ins Bild. “Räume zum Experimentieren” blabla. Was das konkret bedeutet, interessierte nicht.

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