Kommentare

Wer ist online

0 registrierte Benutzer und 53 Gäste online.

Noch nicht registriert oder angemeldet. Hier registrieren.

Newsbeiträge

Gesundheitsrisiken | Deutschland | Konsumkritik | Verbraucherschutz
Soziales Dorf: Projektstand

NABU fordert „Roundup“-Verbot im Garten - Der Einsatz des Pflanzengiftes ist zu gefährlich

Eingereicht von Maria am 19. Jun 2011 - 23:20 Uhr             Seitenaufrufe: 3029

Bild 0 für NABU fordert „Roundup“-Verbot im Garten - Der Einsatz des Pflanzengiftes ist zu gefährlich
Glyphosat ist das weltweit von der industriellen Agrarwirtschaft am meisten eingesetzte Herbizid, es ist so beliebt wie umstritten. Unter dem Handelsnamen „Roundup“ wird es nun auch den deutschen Kleingärtnern angepriesen, als Wundermittel für blitzsaubere Rosenbeete und unkrautfreie Gartenwege. Die Werbung suggeriert, dass „Roundup“ völlig unproblematisch sei.

Dabei darf das aggressive Pflanzengift laut zuständigem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) maximal einmal pro Jahr für Zierpflanzen, Rasen und Obstbau angewandt werden, es darf auf gar keinen Fall in die Hände von Kindern gelangen und es ist auch für Goldfische und Lurche im Gartenteich schädlich. „Aber kaum einer liest das Kleingedruckte und ein gefahrloser Einsatz kann nicht sichergestellt werden“, erklärt NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Deshalb fordert der NABU als Deutschlands mitgliederstärkster Umweltverband ein völliges Verbot von Roundup in Haus- und Kleingärten.

„Unkrautkiller, vor allem Totalherbizide wie Roundup, haben im Kleingarten nichts verloren“, erklärt Tschimpke. „Die chemische Unkrautbekämpfung ist mit dem naturgemäßen Gärtnern, dem sich immer mehr deutsche Kleingärtner verpflichtet fühlen, nicht vereinbar. In Gärten ohne Gift fühlen sich Mensch und Tier am wohlsten.“

In der kürzlich veröffentlichten Studie „Glyphosat und Agrogentechnik“ warnt der NABU-Bundesverband vor den Gefahren des Unkrautkillers für die Natur und den Menschen. Die Risiken sind auch dem Bundesamt bekannt: In einer Verordnung verbot das BVL im vergangenen Jahr die Verfütterung und Einstreu von Getreide, das mit Glyphosat und dem Hilfsstoff Tallowamin behandelt wurde, aus Sorge um mögliche gesundheitliche Schäden für Nutztiere. „Es ist absurd, dass Familien im Garten weniger geschützt werden als Rinder und Pferde, die nicht mehr mit tallowaminbehandeltem Getreide in Kontakt kommen dürfen, deshalb müssen tallowaminhaltige Pestizide für den Garten sofort verboten werden“ fordert Olaf Tschimpke.

Aber auch Roundup, das kein Tallowamin enthält, widerspricht völlig einem ökologisch verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. „Das angebliche Unkraut, das Roundup radikal vernichtet, dient vielen Lebewesen als Nahrung und Lebensraum. Und die Artenvielfalt unserer Natur und Gärten ist auch die Existenzgrundlage des Menschen“, betont der NABU-Präsident.

Für Rückfragen:
Dr. Steffi Ober
NABU-Expertin für Agrogentechnik
Tel. 0172-5254198

Infos zur NABU-Studie „Glyphosat und Agrogentechnik“

Quelle: NABU



Anmerkungen:
Pressemitteilung des NABU vom 17.06.2011
FOTO: Maria Herzger


Share |
 

Weitere Beiträge in Kategorie Gesundheitsrisiken & Deutschland & Konsumkritik & Verbraucherschutz

Vollständige Tag-Liste



Noch keine Kommentare vorhanden.

Neuen Kommentar hinzufügen