Die Zahl übergewichtiger Menschen nimmt in Deutschland tendenziell zu, mit vielfältigen negativen Folgen für die Gesundheit der Betroffenen. Ein Zuviel an Gewicht in Kombination mit Bewegungsmangel kann u. a. Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes, Arthrose, Fettleber, Schäden am Bewegungsapparat, Krebsleiden und Stoffwechselerkrankungen fördern. Um bestehendem Übergewicht entgegenzuwirken bzw. es erst gar nicht aufkommen zu lassen, ist es empfehlenswert, neben ausreichender Bewegung, bei der Ernährung auf Ausgewogenheit und verminderte Kalorienzufuhr zu achten.
Aspartam – dickes Geschäft für die Lebensmittelindustrie
Genau das ist die Sternstunde für die Nahrungsmittelindustrie, denn das Geschäft mit kalorienreduzierten und mit Zuckeraustauschstoffen angereicherten Lebensmitteln boomt, die Produktvielfalt von Light-Produkten nimmt rapide zu. Gerade im Frühjahr sind sie Verkaufsschlager schlechthin, da es nach dem langen Winter darum geht, schnellstmöglich zur Strand-tauglichen Figur zurückzufinden. Doch man sollte ruhig auch hinter die Kulissen der Lebensmittelindustrie schauen und kritisch hinterfragen, wie diese Kalorienreduktion tatsächlich zu Stande kommt, zu welchen Mitteln die Hersteller greifen, um uns den Konsum „ohne Reue“ schmackhaft zu machen.
Das Zugpferd unter den kalorienarmen Zuckeraustauschstoffen ist Aspartam, das wegen seines neutralen zuckerähnlichen Geschmacks weltweit am meisten zum Einsatz kommt. Dieser synthetische Zuckerersatz [1] (E-951) ist unter den Markennamen Nutrasweet, Assugrin und Canderel bekannt und kann lt. Informationen von TransGen genetisch veränderte Mikroorganismen enthalten, was keiner Deklarationspflicht unterliegt. Aspartam kann mit einer um das zweihundertfach höheren Süßungskraft als herkömmlicher Zucker aufwarten und ist u. a. zuckerfreien Süßigkeiten und Süßspeisen, Gebäck, Joghurts, Diätprodukten, Kaugummis, Erfrischungsgetränken, Tees wie auch Medikamenten zugesetzt.
Süßes genießen ohne Reue – der Schein trügt
Aspartam gerät auf Grund vielfach zugeschriebener möglicher Gesundheitsrisiken verstärkt in Misskredit. Coca Cola Zero wurde auf Anordnung des Gesundheitsministers von Venezuela, Jesús Mantilla, im Jahr 2009 sogar komplett vom Markt genommen. Wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Folge soll Aspartam Störungen am Hormonsystem, neurologische Schäden am Gehirn, Allergien, Krebs und Adipositas fördern. Das Internet-Gesundheitsportal Zentrum der Gesundheit [2] berichtet in einem ausführlichen Artikel über den beliebten Süßstoff von einer Vielzahl von Nebenwirkungen, die durch die amerikanische Zulassungsbehörde für Lebensmittel und Medikamente dokumentiert wurden. Demnach sind Aspartam u. a. folgende Gesundheitsstörungen anzulasten: Angstzustände, Arthrose, Atemwegsreaktionen, Sehstörungen, chronische Müdigkeit, Impotenz, Migräne, Tinnitus, Krebs und viele mehr.
Ebenfalls ist in der Medizin bekannt, dass Aspartam im menschlichen Organismus zu Methanol und Formaldehyd verstoffwechselt wird, mit weiteren möglichen gravierenden Folgen für die Gesundheit der Verbraucher. Forscher sehen in dieser toxischen Metabolisierung die karzinogene Wirkung von Aspartam als begründet. Lt. in Bologna durchgeführten medizinischen Studien wurden erhöhte Tumorraten im Bereich des Lymphsystems und Leukämie im Tierversuch mit Ratten nachgewiesen und dies bereits in Dosen, die unter den Grenzwerten für den menschlichen Verzehr von Aspartam lagen. Dieses Studienergebnis lässt auf ein erhöhtes Krebsrisiko beim Menschen schließen. Auffallend ist zu bewerten, dass die Ramazzini-Studie zu erheblich anderen Ergebnissen führte, als die von der Industrie in Auftrag gegebenen Untersuchungen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vertritt trotz dieser Studie weiterhin die Auffassung, dass Aspartam als unbedenklich einzustufen ist.
Menschen, die an der Krankheit Phenylketonurie leiden, dürfen keine Produkte konsumieren, die Aspartam enthalten. Deshalb müssen Lebensmittel, denen der chemischen Süßstoff zugesetzt ist, mit dem Warnhinweis enthält „eine Phenylalaninquelle“ versehen sein. Desweiteren steht Aspartam in Verdacht, das Gewicht der Verbraucher sogar zu erhöhen, weil nach dem Konsum aspartamhaltiger Nahrungsmittel Heißhungerattacken [3] entstehen, die Adipoditas hervorrufen würden.
Maßvoller Genuss contra maßlosen Konsum
Es liegt im Ermessen eines jedes Einzelnen, zu welchen Lebensmittel man greift. Mit Zuckerersatz versehene Nahrung wird vermutlich nicht als alleinige Maßnahme zum Wunschgewicht führen, da der Trend eher dahingehend ist, dass man sich zusätzlich dann weitere Leckereien gönnt, schließlich war der vorherige Snack ja kalorienarm. Das lässt sich auch an der Tatsache ableiten, dass, trotz des ungebremsten Einsatzes von kalorienarmen Süßstoffen, die Zahl fettleibiger Menschen bei den Industrienationen auf globaler Ebene kontinuierlich massiv ansteigend ist.
Man sollte sich dessen bewusst sein, dass es sich bei Aspartam und anderen synthetischen Süßungsmitteln um Chemikalien handelt, deren Wirkung auf den Organismus schwerwiegende gesundheitliche Nebenwirkungen zur Folge haben können. Somit ist es ratsam, lieber in Maßen zu genießen und naturbelassene Lebensmittel zu schlemmen und sich zusätzlich viel zu bewegen, um Fettpolstern keine Chance zu geben uns den Alltag zu vermiesen, statt uns mit Chemikalien angereicherten Produkten möglichen Gesundheitsgefahren auszusetzen, die überflüssig sind und absolut vermeidbar wären.
[4]Autorin: Maria Herzger [5]
Kommentare
Neuen Kommentar hinzufügen [31]Aber der Industrie passt der Stoff ja nicht....
das ist für mich als Autorin des Artikels sehr interessant zu lesen. Vielen lieben Dank für den Kommentar. Dies bestätigt, oft haben die "kleinen Dinge" um uns herum immense (Aus) Wirkung auf unsere Gesundheit und unsere Lebensqualität. Vieles wäre vermeidbar, aber der gesunde Mensch scheint nicht wirklich gewünscht...
Viele Grüße,
Maria [34] :)
ja genau, der Arm der Industrie ist bekanntlich lang, wie das Beispiel Stevia verdeutlicht. Mit Pillen und synthetischen Produkten lässt sich eben leider mehr Geld verdienen als mit den Schätzen der Natur...
Lieben Gruß,
Maria [36]
Ich esse seit vielen Monaten nichts mehr mit Raffinadezucker, sicherlich auch niemals irgendetwas mit Aspartam oder noch schlimmer: Neotam.
Eine gute Alternative zu Zucker, in Maßen genossen, ist Xylit: zudem zahngesund.
Gruß
D.
Ich hol mir die Kaugummis nur noch aus der Apotheke mit dem Xylit Süssstoff...wenn überhaupt ^^
Und Maria [37], man brauch eigentlich nur mal Googeln und sich bei Wiki über Aspartam belesen, wer dann noch Lust hat dieses Zeug aufzunehmen, ist schlicht weg verrückt.
Hab auch den Konsum von Fanta und anderen Brausen eingestellt (ich hab fanta geliebt) :) aber seit dem ich das getan hab, muss mein Zahnarzt nicht mehr bohren, was auch eine Erhöhung der Lebensqualität ist, denn ik hab immer Angst vor dem Bohrer :)
Aber nicht nur Aspartam ist ein Gift....auch Jod kann ein Gift sein, nun schaut mal in euren Schränken was ihr für Salz habt. Dann schaut mal auf eure Wurstverpackungen unsw unsw. und ihr werdet festellen überall ist Jod drin. Das ist zu viel des guten, einfach zu viel...das selbe ist mit dem Flour...was ja eigentlich Rattengift ist. Da versteh ich schon garnicht, wie man Salz mit Flour kaufen kann.
Mann sollte versuchen mit gesundem Menschenverstand zu konsumieren, wenn er noch vorhanden ist. Genauso ist es mit dem Kauf von Reinigungsmitteln, wir werden die Bude eh nie steril bekommen, was soll also dieser Antibakterielle mist..? Und ich kann mir nicht vorstellen, das Menschen die in einer sterilen umgebung aufwachsen, gesund sein sollen. Wir wissen ja nun das Kinder die im dreck spielen, gesünder sind....soll jetzt aber nicht heißen, das man den fussboden nicht wischen oder absaugen muss
Gefahr kommt nur aus dem Fernseher, also lasst ihn aus und ihr kommt net auf dumme gedanken
da stimme ich mit Dir überein, politisch und generell aktiv zu werden, sich einzusetzen und aufzuklären ist nie verkehrt und wichtiger denn je. Wichtiges in unserem Lebensumfeld wird zur Wahrung von Wirtschaftsinteressen viel zu sehr hinterm Berg gehalten, das Nachsehen haben wir...
Einen schönen Tag und viele Grüße,
Maria [39]
Will jetzt nicht Hoffnungslos kingen oder Depressiv...aber Frauke Ludewichs von RTL hat ja gesagt, Depression ist eine Volkskrankheit
Ich seh da keine Chance mehr im Aktiv werden. Wer gegen die großen kämpft ist ja ein Verschwörungstheoretiker...alles am eigenen Leib erfahren. Wenn man Demos gegen die Verbrecher organiesiert, wird die Demos von staatlichen störern unterwandert, die dann Steine werfen und dann darf die Polizei die Demo auflösen. In den Nachrichten hört man dann nur noch etwas von Gewaltätigen Jugendlichen die mehere Polizisten verletzt haben. Warum sie Demonstriert haben, geht dann beim Normalbürger unter
Ik sags mal so, die Karre ist im Dreck und wer sich schon mal festgefahren hat, weiß wie schwer es ist wieder raus zu kommen.
Ik wünsch Dir auch ein tollen Tag.!
"Maria [42] hat mal wieder in einem Wespennest herumgebloggt."
Naja, die schwergewichtigen Blogger in Deutschland hätten wohl nur ein müdes Lächeln über.
ABER, wir sind eben nur klitze-kleine Newsblogger.
Detlef [43]
Auch klein kann ganz groß sein
Liebe Grüße
Da ist das grosse Problem der aufgeklärten Personen - sie werden dann eben auf andere Weise vergiftet.
Und was das Putzen angeht = absolut richtig. Als ich noch Kind war, da wurden so Dinge gesagt wie:" Sand reinigt den Magen", ich habe mir persönlich nie besonders Sorgen gemacht um "kleine Verschmutzungen" und führe den guten Zustand meines Immunsystems eben diesem Effekt zu.
Es ist trainiert und damit wachsam und nicht überempfindlich.
Der Titel ist "Sweet Misery - A poisoned world" (Süsse Misere, eine vergiftete Welt).
In der Dokumentation wird genau erklärt weshalb Aspartam so giftig ist.
Der Körper kann diese Moleküle nicht verstoffwechslichen (verarbeiten) und
es fallen dann Methylalkohol an (Giftig, führt zur Erblindung) und sogenannten
Ecitotoxine (Überaktivierung der Hirnzellen bis sie ausbrennen und sterben) an.
Hände weg von Aspartam (E 951) (besser Zucker auch wenn das nicht gesund ist)!
Aspartam ist heute in vielen Produkten:
- Alle light und Zuckerfreien (Zero) getränken
- Zuckerfreie Kaugummis
- Vitamintabletten
- Medikamenten
- usw.
Diese Dokumentation ist unbedingt sehenswert.
mit dem was Du sagst hast Du vollkommen Recht, Glutamate sind ebenfalls nicht gerade förderlich für die Gesundheit, aber eben auch ein anderes Thema. Vor einiger Zeit habe ich über Geschmacksverstärker und weitere Lebensmittelzusätze ebenfalls Artikel geschrieben, die ich möglicherweise auch hier im Newsblog veröffentliche, evtl. in überarbeiteter Form. Man kann unmöglich alles in einen Bericht "hineinpacken".
Und über Putzmittel lässt sich ebenfalls vieles berichten, u. a. auch über synthetische Duftstoffe, die in fast allen gängigen Putzmittel enthalten sind und die Gesundheit der Verbraucher ebenfalls erheblich schädigen können, abgesehen von vielfältigen anderen Inhaltsstoffen.
Aufklärungsbedarf gibt es unendlich. Deshalb schreibe ich auch Berichte über Chemikalien in Alltagsprodukten, auch hier im Newsblog. Vielleicht ist ja der ein oder andere Artikel dabei, der Dich interessieren könnte.
Vielen Dank für Deinen Kommentar und viele Grüße,
Maria [45]
Aufklären kann man eben nie genug!
Hallo Pascus,
ich kann Dich ganz gut verstehen, aber trotzdem gebe ich Dir mit auf den Weg, aufgeben ist der falsche Weg, damit tust Du den anderen einen großen Gefallen. Wenn der Karren festgefahren ist, ist es ist zwar schwer wieder herauszukommen, aber ist ist machbar. Und wenn es alleine nicht funktioniert, dann sicherlich mit Hilfe von anderen!!!
Viele liebe Grüße,
Maria [48]