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Offener Kommentar zur TAZ-Kolumne im Vorfeld des #15j-Aktionstages (update3)
Ein Kommentar zur TAZ-Kolumne 'Klarer Fall von Schwarmdummheit' über den #15j-Januaraktionstag der #occupy-Bewegung
Nachfolgend im Wortlaut der online-Kommentar von Newsblogger Detlef zum TAZ-Artikel vom 12. Januar 2012:
Hallo Occupy-Engagierte und LeserInnen,
Ich denke, zum Textbeitrag 'Klarer Fall von Schwarmdummheit' von Martin Kaul sind genug deutliche Worte gesagt.
Eine persönliche Anmerkung: Jeder, der heute zu den 15.
Januar-Protesten auf der Straße war, hat meine allergrößte Hochachtung
(!!!) - auch, und gerade weil die #occupy-Proteste wegen Räumungen und
Winterzeit schwächer geworden sind.
DANKE, auch ersatzweise für diejenigen, die auf euch herabschauen und euer beherztes Protestieren öffentlich verunglimpfen.
Diese eigene Erfahrung mit der TAZ von uns:
Vor Monaten hatten wir als Initiative eine Anfrage per Email an die TAZ-Redaktion geschrieben. Die Frage war, ob Interesse bestände, über die Idee des 'Sozialen Dorfes' zu schreiben.
Immerhin ist diese Projektidee für ein ökologisch-soziales Lebensraumprojekt (nach dem Muster von Ökodörfern) schon sowas wie eine neue soziale Idee. Wir bezeichnen sie auch so. Das engagierte Vorhaben 'Soziales Dorf' hat sich im Netz bereits einige Sympathien quer durch die Gesellschaft erworben, um es etwas zurückhaltend auszudrücken.
Von der Redakion der Tageszeitung TAZ ist auf die Anfrage nicht mal eine Antwort gekommen, keine Reaktion, NICHTS, absolut null!
Dies nicht das erste Vorfall, genausowenig der zweite.
Den KollegInnen in der Initiative 'Soziales Dorf' werde ich vorschlagen, unseren Account (http://bewegung.taz.de/organisationen/soziales-dorf) im Bewegungsnetzwerk der TAZ zu löschen oder löschen zu lassen. Ich möchte nicht daran beteiligt sein, ein Fake-Netzwerk zu unterstützen, das nach meiner Beobachtung schon einige Zeit dadurch auffällt, stets die wenig anstößigen und TAZ-Lieblingsthemen nach vorne zu stellen.
Detlef Müller, Minden (NRW)
Initiative für ein 'Soziales Dorf im Mühlenkreis'
Mitglied und Sprecher
PS: Dieser Kommentar wird in Kürze als offener Kommentar im Blog unserer Initiative nachzulesen sein. Bei Diskussionsbedarf: 'Nachrichten, die uns bewegen: Der Newsblog'.
--- Ende des Kommentarzitats ---
Der Artikel in der Tageszeitung - 'Klarer Fall von Schwarmdummheit'
Stellungnahme Occupy Germany - Occupy nur eine deutschlandweite Bewegung?
Autor: Detlef Müller
● PS: Meine persönliche Ansicht ist, daß 'Die Tageszeitung' gefordert ist, sich bei der #occupy-Bewegung öffentlich zu entschuldigen.
Dieses Blatt hat über Wochen und Monate auch mit der Berichterstattung über #occupy in Deutschland ihr Geld verdient.
In der Kolumne findet man dort plötzlich beleidigende Begriffe wie Schwarmdummheit / -doofheit, möchtegern vernetzten ... Bewegung. Zusammen mit dem Ton, in dem der Beitrag verfasst ist, ist das von der allerübelsten Art.
● NACHTRAG 18. Januar 2012:
Vorgestern ist eine Mail von Jörn Alexander gekommen.
Er hat sich über meine Bezeichnung 'Fake-Netzwerk' im Kommentar beschwert. Ich habe versucht, ihm zu erklären, wie das gemeint ist und versichert, daß es dabei weniger um seinen persönlichen Einsatz geht.
Aber das Netzwerk Bewegung der TAZ zeigt ein Bild von Vorzeigeinitiativen und Zurückdrängung genau der Gesellschaftsprobleme, die bei den betroffenen Menschen in Deutschland die schlimmsten Schäden verursachen: Arbeitslosigkeit und Armut.
Wie erst die Caritas wieder mit ihrer aktuellen Jahreskampagne hinweist, stellen beide eine unerbittliche Gesundheitsbelastung für Millionen Menschen dar. Sie machen die Menschen krank, überwiegend seelisch, meistens dann schwer und dauerhaft. Diese Tatsache ist seit Jahren bekannt!
Beispiel: Depressionen sind in Deutschland inzwischen ein sehr verbreitetes Leiden. Laut einer Studie aus dem Jahr 2010 - also 1/2 Jahrzehnt nach Einführung von Hartz IV - leiden Arbeitslose 3x bis 4x (!!!) so häufig an Depressionen wie Beschäftigte. Kurz gesagt: Leid und Elend ohne Ende ...
Das Bewegungsnetzwerk der TAZ versteht sich als eine Repräsentanz der Neuen Sozialen Bewegungen. Tatsächlich aber sind in dessen Themenliste eine Menge Teilbewegungen wie bsp. Tierschutz, Gender und Verkehr namentlich aufgeführt, solche von existenzieller Wichtigkeit wie die Erwerbslosenbewegung nicht.
Genausowenig gibt es dort Arbeitslosigkeit, Armut und Wohnungslosigkeit / Obdachlosigkeit als Gesellschaftsaufgabe.
Einfach ausgedrückt vermittelt es nach außen: Tierschutz ist wichtiger als millionenfache Armut in Deutschland. Eigentlich müssten Armutsthemen in der Dringlichkeit ganz nach vorn gestellt werden.
Im TAZ Netzwerk ist es eher umgekehrt, welche Grund das auch immer genau hat.
● NACHTRAG 15. April 2012:
Nun ist die Sache schon drei Monate her. Es war halt' viel zu tun, und so war die Angelegenheit etwas in Vergessenheit geraten.
Gestern habe ich mich daran erinnert und - da sich TAZ nicht entschuldigt und auch sonst nicht von sich gegeben hatte, Jörn angemailt, er möchte meinen persönlichen Mitglieds- und den Orgaaccount von 'Hartz IV im Netz' löschen.
Dabei habe ich ihm auch gesagt, daß die Tageszeitung nicht damit rechnen könnte, weiterhin Pressetexte oder ggf. telefonische Auskünfte von uns zu bekommen. Es kann ja sein, daß die Landprojektidee in nächster Zeit stärker ins Visier des öffentlichen Interesses gerät - kann sein, muss nicht so kommen.
Deren Emailadresse habe ich dann aus dem Presseverteiler herausgenommen.
Inzwischen kann man Accounts als Benutzer selber entfernen. Das ist heute geschehen. Für mich persönlich ist der Fall abgeschlossen. Was mit dem Account der Initiative geschieht, ist noch offen.
Um ehrlich zu sein: Angefressen bin ich über dieses Blatt immernoch.
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Kommentare
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FehlschlussEin Kommentar im Blog ist keine Stellungnahme der Taz, sondern Meinungsfreiheit. Hättest du es lieber, wenn die taz nur taz-konforme Themen zulassen würde?
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Re: Fehlschuss - sehe ich anders.@Matze
Von "Stellungnahme der TAZ" habe ich nichts geschrieben ..???
Dass es sich um eine Kolumne handeln soll, ist übrigens erst an der späteren Ergänzung von Martin Kaul erkennbar.
Mit oder ohne Ergänzung, der Text ist von der Erscheinungsform von einem normalen Zeitungsartikel online nicht zu unterscheiden!
Unter der Veröffentlichung steht übrigens auch "Diesen Artikel ..."
Und wieso Blog ...?
Der Textbeitrag hat die URL: http://www.taz.de/Die-Werbepause/!85533/
TAZ-Blogs haben offenbar diese: http://www.taz.de/blogs
Ich sehe nach wie vor die Redaktion in der Pflicht, dazu Stellung zu nehmen. Schließlich veröffentlicht die TAZ es ja auch in ihrem Medium bzw. ihren Medienformaten.
Detlef Müller
PS: Du schreibst Matze als Benutzer. Falls du der Schreiber selbst bist, könntest du es ggf. schon schreiben. Hier ist noch keiner für einen Kommentar erschossen worden.



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