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Präventionspläne der Bundesregierung ohne soziale Ambition
Die Pläne der Bundesregierung zur Neuausrichtung der gesundheitlichen Prävention gehen schon vom Ansatz her in die falsche Richtung. Präventionskurse auf Rezept sind gerade nicht das richtige Rezept. Wer gesundheitliche Beratung in den Arztpraxen mit einem Zusatzhonorar für die Ärzte belohnt, wird diejenigen nicht erreichen, die schon jetzt den Weg in die Praxis nicht oder zu spät finden.
Etliche Studien haben belegt, dass die Schere
bei den Gesundheitschancen immer weiter auseinander geht und gerade
sozial Benachteiligte am medizinischen und gesundheitlichen Fortschritt
nicht teilhaben. Für diese Gruppen können wir jedoch durch Prävention
und Gesundheitsförderung viel bewirken. Diese müssen im direkten
Lebensumfeld ansetzen, Informationen, Beratung und Modelle für
gesundheitsbewusstes Verhalten direkt erfahrbar und praktisch machen.
Kindergärten, Schulen, Nachbarschaftshäuser und Vereine in den Kommunen
sind dabei die richtigen Ansprechpartner.
Die Bundesregierung verspricht uns seit langem ein Präventionskonzept
und ist bisher nicht einen Schritt voran gekommen. Jetzt muss man schon
fast sagen, besser kein Konzept, als eines ohne soziale Ambition, denn
das geht an der eigentlichen Aufgabenstellung vorbei.
K o n t a k t
Pressestelle
11011 Berlin
T: 030 / 227 - 5 72 12
F: 030 / 227 - 5 69 62
eMail: presse@gruene-bundestag.de
http://www.gruene-bundestag.de
Quelle: gesundheit adhoc
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Kommentare
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Regierungsfraktionen ignorieren GesundheitsexpertenIn diesen Wochen wird wieder über Prävention (Gesundheitsvorsorge) gesprochen und nachgedacht.
Sehr vernünftig, und gut für den Bürger sollte man meinen, aber .. es sieht so aus, als wenn die Regierungsfraktionen schlimme Erfahrungen mit den Folgen von Langzeitarbeitslosigkeit (Hartz IV), Erkenntnisse von Sozial- und Betroffenenverbänden genauso wie den Sachverständigenrat für Gesundheit (SVR) einfach übergehen wollen.
Im Sondergutachten Prävention 2007 hatte der Sachverständigenrat Gesundheitsvorsorge für sozial Benachteiligte Menschen als vorrangige Präventionsaufgabe herausgestellt, dabei Arbeitslose nicht zufällig als erstes genannt!
Gutachten 2007 - Abschnitt Primärprävention | Pressebericht
Auch in einer Anhörung im Bundestag im November 2011 kristallisierte sich eine primär soziale Ausrichtung deutlich heraus: "Gesundheitliche Ungleichheit verringern"
Anhörung des Gesundheitsausschusses -
Ja zur Forderung nach einem Präventionsgesetz
Die Meldungen der letzten Tage von den Regierungsfraktionen aber klammern die Notwendigkeit sozialer Gesundheitsfürsorge völlig aus. .. Einfach wegschauen, gibt es nicht ...!?
Zum Leidwesen von Steuer- und Beitragszahlern, Krankenkassen und der Wirtschaft. Damit werden hohe Folgekosten provoziert, die die BürgerInnen Deutschlands - also uns alle - teuer zu stehen kommen.
BMG plant Extrahonorare für Ärzte -
http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/politik/union-kassen-sollen-mehr-in-praevention-investieren
Koalition will mehr für Prävention ausgeben -
http://www.welt.de/wirtschaft/article106183283/Koalition-will-mehr-fuer-Praevention-ausgeben.html
In der keiner Pressemitteilung von Gesundheitsministerium, CDU / CSU oder FDP-Fraktion werden (Langzeit-)Arbeitslose oder soziale Gesundheitsvorsorge bisher erwähnt.
Und das, obwohl auch BA und GKV die Zeichen der Zeit erkannt haben und kurz vor Ostern einen ersten Schritt nach vorn gemacht haben.
Bundesagentur und GKV: Damit Arbeitslosigkeit nicht krank macht -
http://blog.soziales-dorf.eu/module-news-display-sid-466.html
Muss man jetzt sagen "arme Regierung", daß sie sachgerechte Entscheidungsfähigkeit vermissen lässt ..?
Wir lassen uns gern korrigieren, wenn wir uns irren und eine Berücksichtigung übersehen haben!
Gruss
Newsblogger Detlef
PS: An alle sozial gesinnten Mitbürger-/innen .. "Wir bleiben dran!"



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