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Urlaub in der Plastiksuppe
Nur die Spitze des Müllbergs
Nach Berechnungen der Meeresschutzorganisation GreenOcean schwimmt im Mittelmeer durchschnittlich alle 80 Meter ein größeres Stück Plastik im Wasser. Hinzu kommt der Plastikmüll, der unter der Oberfläche treibt oder sich auf dem Meeresboden ansammelt. Was an den Küsten und auf dem Wasser zu sehen ist, sei nur die Spitze des Eisbergs,erklärt der NABU-Meeresexperte Kim Detloff. „Mehr als 70 Prozent des Mülls sinkt zum Meeresboden und bleibt unseren Augen verborgen“.
Gefahr für Leib und Leben
Doch allzu oft richtet dieses Treibgut fatale Schäden an: Richard Thompson, britischer Biologe, kann schauerliche Geschichten erzählen von Albatrossen und Möwen, die sich in Plastiknetzen verheddern, von Seeottern, die an Sixpack-Ringen ersticken, oder von Meeresschildkröten, die Einkaufstüten verschlingen, weil sie diese mit Quallen verwechseln.
Aber auch für den Menschen kann der fein zermahlene Plastikmüll gefährlich werden.Von Kleinsten Organismen und Meerestieren für Plankton gehalten und gefressen, landet es auf Umwegen dann wieder auf unseren Tellern.
Andere Länder- härtere Maßnahmen
In der EU gilt es neue Vorschriften für umweltfreundlichere Produkte - vor allem Verpackungen - durchzusetzen. Unter anderem sollte der Verbrauch von Einwegverpackungen stärker eingeschränkt werden.
Andere Staaten haben bereits die Initiative ergriffen. So verkündete die australische Regierung vor kurzem, dass sie Plastiktüten verbieten will. Im pazifischen Zwergenstaat Palau müssen Reisende, die mit einer Tüte erwischt werden, einen Dollar Strafe zahlen. Noch rabiater gehen die Behörden auf Sansibar vor: Wer dort Plastiktüten einführt oder verteilt, zahlt bis zu 1560 Euro.
„Wir brauchen noch viel mehr Aufklärung zu diesem Thema.“ sagt Katja Wiese, Geschäftsführerin von Naturefund, „Im Grunde müssen wir komplett auf Plastik verzichten, möchten wir uns und unsere Umwelt retten“.
Mehr über das aktuelle Schutzprojekt erfahren Sie unter: www.naturefund.de/land
Quelle: Naturefund
Pressekontakt:
Caro Molkenthin
Tel.: +49 611 50 45 810 14
caro.molkenthin@naturefund.de
Naturefund e. V.
Sonnenberger Straße 20a
65193 Wiesbaden
www.naturefund.de
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