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Soziales Dorf: Projektstand

Urlaub in der Plastiksuppe

Eingereicht von Maria am 27. Jan 2011 - 09:00 Uhr             Seitenaufrufe: 1759

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Forscher aus Frankreich beziffern die Plastikmüllrate im Mittelmeer auf etwa 500 Millionen Tonnen. Am Strand von Badenden zurückgelassen oder von Bord eines Schiffes geworfen; Der achtlose Umgang mit Plastikmüll hat weitreichende Folgen für die Natur und für den Menschen. Weltweit werden jedes Jahr 225 Millionen Tonnen Plastik produziert. Aus Erdöl hergestellt, ist das leicht formbare Material ideal: robust, extrem haltbar und vor allem - zu billig, als dass man sorgsam damit umgehen müsste: Die globale Recyclingrate liegt bei wenigen Prozent.

Nur die Spitze des Müllbergs 

Nach Berechnungen der Meeresschutzorganisation GreenOcean schwimmt im Mittelmeer durchschnittlich alle 80 Meter ein größeres Stück Plastik im Wasser. Hinzu kommt der Plastikmüll, der unter der Oberfläche treibt oder sich auf dem Meeresboden ansammelt. Was an den Küsten und auf dem Wasser zu sehen ist, sei nur die Spitze des Eisbergs,erklärt der NABU-Meeresexperte Kim Detloff. „Mehr als 70 Prozent des Mülls sinkt zum Meeresboden und bleibt unseren Augen verborgen“.

Gefahr für Leib und Leben 

Doch allzu oft richtet dieses Treibgut fatale Schäden an: Richard Thompson, britischer Biologe, kann schauerliche Geschichten erzählen von Albatrossen und Möwen, die sich in Plastiknetzen verheddern, von Seeottern, die an Sixpack-Ringen ersticken, oder von Meeresschildkröten, die Einkaufstüten verschlingen, weil sie diese mit Quallen verwechseln.
Aber auch für den Menschen kann der fein zermahlene Plastikmüll gefährlich werden.Von Kleinsten Organismen und Meerestieren für Plankton gehalten und gefressen, landet es auf Umwegen dann wieder auf unseren Tellern.

Andere Länder- härtere Maßnahmen 

In der EU gilt es neue Vorschriften für umweltfreundlichere Produkte - vor allem Verpackungen - durchzusetzen. Unter anderem sollte der Verbrauch von Einwegverpackungen stärker eingeschränkt werden.

Andere Staaten haben bereits die Initiative ergriffen. So verkündete die australische Regierung vor kurzem, dass sie Plastiktüten verbieten will. Im pazifischen Zwergenstaat Palau müssen Reisende, die mit einer Tüte erwischt werden, einen Dollar Strafe zahlen. Noch rabiater gehen die Behörden auf Sansibar vor: Wer dort Plastiktüten einführt oder verteilt, zahlt bis zu 1560 Euro.

„Wir brauchen noch viel mehr Aufklärung zu diesem Thema.“ sagt Katja Wiese, Geschäftsführerin von Naturefund, „Im Grunde müssen wir komplett auf Plastik verzichten, möchten wir uns und unsere Umwelt retten“.

Mehr über das aktuelle Schutzprojekt erfahren Sie unter: www.naturefund.de/land

Quelle: Naturefund

Pressekontakt:

Caro Molkenthin
Tel.: +49 611 50 45 810 14
caro.molkenthin@naturefund.de

Naturefund e. V.
Sonnenberger Straße 20a
65193 Wiesbaden
www.naturefund.de



Anmerkungen:
Pressemitteilung Naturefund vom 24.01.2011
FOTO: © iStockphoto / woraput


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