Wer ist online

0 registrierte Benutzer und 40 Gäste online.

Noch nicht registriert oder angemeldet. Hier registrieren.

Newsbeiträge

Umwelt, Natur | Gesundheitsrisiken | Konsumkritik
Soziales Dorf: Projektstand

Heizen mit Holz verheizt den Wald und bringt Feinstaub für alle!

Eingereicht von Maria Herzger am 04. Dez 2012 - 07:00 Uhr             Seitenaufrufe: 4878

Bild 0 für Heizen mit Holz verheizt den Wald und bringt Feinstaub für alle!

Kuschelige Abende vor loderndem Kaminfeuer sind für viele Menschen der Inbegriff von Gemütlichkeit mit Wohlfühlatmosphäre und gelten vielfach als Stimmungsaufheller in der dunklen Jahreszeit. Steigende Energiepreise und knapp werdende fossile Brennstoffe verschaffen dem Heizen mit Holz seit einigen Jahren eine regelrechte Renaissance. Denn Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und gilt demnach als besonders nachhaltig und ökologisch.

So ist die Zahl der Kaminöfen, Kachelöfen wie auch Pelletheizungen in Privathaushalten, auch auf Grund staatlicher Förderprogramme, tendenziell rasant ansteigend. Doch das in der Öffentlichkeit als umweltfreundlich angepriesene Heizen mit Holz hat auch seine Schattenseiten. Denn das auf breiter Ebene gepflegte Saubermannimage des Brennstoffs aus erneuerbaren Energien ist bei weitem nicht so „öko“ wie größtenteils dargestellt – ganz im Gegenteil.


Falsches Heizen schadet der Gesundheit

Ob bzw. wie umweltfreundlich das Heizen mit Holz letztendlich ist, hängt neben der Herkunft aus tatsächlich nachhaltiger Forstwirtschaft mit FSC-Zertifikat, entscheidend von der auf die individuellen Wohnverhältnisse angepassten Feuerstätte wie auch vom Benutzerverhalten der Anwender ab. Denn der durch falsche Handhabe entstehende Rauch ist keinesfalls umwelt- und gesundheitsverträglich.

Im Allgemein gelten Abgase von Industrieanlagen, Kohlekraftwerken und des Straßenverkehrs sowie das Rauchen als Feinstaubquellen, doch auch der Landwirtschaft ist ein erheblicher Anteil der gesamten Feinstaubbelastung zuzuschreiben. Ebenso entsteht durch das Heizen mit Holz Feinstaub in gravierendem Ausmaß - Tendenz steigend.

Um der Ebbe im Portemonnaie durch die vorherrschend ansteigende Heizkostenexplosion entgegenzuwirken, boomt das Geschäft mit Kaminöfen geradezu. Quasi jeder Baumarkt hat sie im Repertoire. Insbesondere Billiggeräte, veraltete Technik sowie unsachgemäßes Heizverhalten führen vielfach zu bedenklicher Schadstoffbelastung. Der Anstieg der Luftschadstoffkonzentration stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar und ist verantwortlich für schwerwiegende Langzeitschäden.


Schutz von Umwelt und Gesundheit beginnt zu Hause

Neben starker Umweltverschmutzung der Außenluft entwickelt sich somit häufig auch in der Atemluft im eigenen Wohnumfeld gesundheitsgefährdender Feinstaub. Wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Folge resultieren daraus die Förderung bzw. Verschlimmerung von Asthma, Bronchitis und weiteren Atemwegs- und Lungenerkrankungen, Allergien, Herz- und Kreislaufproblemen, die Entstehung von Entzündungen und sogar von Krebs. Die Gesundheit von Kleinkindern ist besonders gefährdet, da ihre Organe, insbesondere die Lunge, noch nicht ausgereift sind.

Nicht selten landen unzureichend getrocknetes Holz oder gar unerlaubte Brennstoffe wie z. B. mit Holzschutzmitteln behandeltes und imprägniertes Holz, Verpackungsmaterial, Kunststoffe, Abfälle und Papierbriketts im Feuer. Auch ist es verboten Holz zu verbrennen, das weniger als zwei Jahre abgelagert wurde, da es die Partikelbelastung im Abgas verdoppelt. Außerdem feuert falsches Anheizen die Feinstaubbelastung regelrecht an. Demnach ist ein Großteil der gefährlichen Feinstaubemissionen hausgemacht.


Kaminöfen sind häufig wahre Feinstaubschleudern

Durch unvollständiges Verbrennen beim Heizen mit Holz- und Kaminöfen können neben giftigem Kohlenmonoxid auch klimaschädliche Treibhausgase wie z. B. Methangas sowie Stickstoff- und Schwefeloxid, gesundheitsschädliche Salzsäure, Teer, hochgiftige Dioxine und Furane und als hochgradig krebserregend eingestufte PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) entstehen. Mediziner sind besorgt, denn feinste Partikel können besonders tief in die Lunge eindringen und zu schweren Gesundheitsschäden führen. In der Lunge verweilen die Mikropartikel länger als in den oberen Atemwegen. Durch die Atemluft inhaliert, gelangen sie in die Lungenbläschen und können dort Zellschranken überwinden und nunmehr über den Blutkreislauf in die verschiedensten Organe des Körpers gelangen und Entzündungen fördern sowie giftig wirken und zudem Krebs erzeugen.


Übernutzung des Waldes ist auf dem Vormarsch

Statt die Interessen von Umwelt, Klima- und Artenschutz verstärkt zu wahren, dient der Wald weiterhin vordergründig als Rohstofflieferant. Schnell wachsende Fichten und Tannen werden fortwährend bevorzugt angepflanzt, um die steigende Nachfrage nach kostengünstigem Brennstoff aus erneuerbaren Energien zu bedienen. Um den rasant wachsenden Bedarf an Holzpellets zu decken, sind Holzabfälle nun nicht mehr ausreichend. Deshalb werden die Bäume inzwischen tendenziell vollständig genutzt. Die einst humusbildenden verrottenden Baumkronen fehlen dem Waldboden nunmehr als Mineralstofflieferant, was sich nachteilig auf die zukünftige Baumentwicklung auswirken wird. Zusätzlich nimmt das in der Forstwirtschaft verstärkt eingesetzte schwere Gerät negativen Einfluss auf die empfindliche Bodenstruktur und verändert dauerhaft das Mikroklima, den Nährstoffgehalt wie auch den Wasserhaushalt des Waldbodens. Kritische Stimmen an dem ungebremsten Hunger nach Brennholz häufen sich.

NABU-Präsident Olaf Tschimpke mahnt bereits 2011, im Internationalen Jahr der Wälder, zu schonungsvollerem Umgang mit dem unschätzbar wertvollen Ökosystem Wald: "In Zeiten des Klimawandels können wir es uns nicht leisten, den Wald dem Energie- und Rohstoffhunger der Industrie zu opfern. Er kann seine wichtige Funktion als Senke des Klimagases CO2 nur wahrnehmen, wenn er schonend behandelt und nicht übernutzt wird", so Tschimpke. Auch das BMU – Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz gibt zu bedenken, dass der durch Kaminöfen und andere Holzfeuerungsanlagen verursachte Feinstaub die Abgasbelastung aller Diesel- PKW, LKW und Motorräder übertrifft.


Verantwortung zeigen beim Heizen mit erneuerbaren Energien

Die Anwender nehmen durch das eigene Heizverhalten mit dem nachwachsenden Rohstoff beachtlichen Einfluss auf den Schadstoffausstoß und demnach auf Umwelt und Gesundheit. Denn Feinstaub aus Verbrennungsprozessen wird in Fachkreisen als besonders problematisch eingestuft. Bei falscher Handhabe sind Nachbarschaftsbeschwerden auf Grund der starken Geruchsbelästigung vorprogrammiert. Neben der besorgniserregenden Umweltverschmutzung wird auch die Gesundheit vieler Menschen unnötigerweise belastet. Der ohnehin begrenzte Aktionsradius vieler Asthmatiker, Patienten mit anderweitigen schweren Atemwegserkrankungen wie auch von MCS-Betroffenen, wird somit in der kalten Jahreszeit zusätzlich erheblich eingeschränkt. Denn auch im eigenen Zuhause werden sie durch den ständig zunehmenden Kaminrauch aus der Nachbarschaft, der u. a. durch undichte Fenster und Türschlitze in ihre Wohnungen eindringt, massiv beeinträchtigt. Ebenso ist das Lüften während der Heizperiode für viele Menschen demnach kaum noch möglich, geschweige denn das Aufhalten im Freien wie bspw. ein Spaziergang im Wohnviertel oder Arbeiten im eigenen Garten.


Deshalb:

  • nur eine an die eigenen Wohnverhältnisse angepasste Feuerungsstätte betreiben
  • ist es gut zu wissen: Bei Produkttests schneiden Billiggeräte insbesondere in Bezug auf die Abgaswerte überwiegend mangelhaft ab.
  • Heizöfen und Kamine regelmäßig warten lassen
  • nur erlaubte Brennmaterialien einsetzen
  • Anheizen nur mit stückigem Holz bei ausreichender Belüftung
  • nur kleine Holzmengen zum Anheizen verwenden
  • nur abgelagertes und ausreichend getrocknetes Holz und kleine Holzscheite verbrennen
  • auch Holzpellets trocken lagern
  • unbedingt beachten: Nasses Holz führt zu erhöhter Schadstoffemssion und mindert die Heizleistung.
  • während des gesamten Brennvorgangs für sachgerechte Luftzufuhr sorgen
  • auf eine angemessene Brennstoffmenge achten
  • gut zu wissen: Ungeeignetes und verbotenes Heizmaterial trägt zu erheblicher Feinstaubbelastung der Umwelt sowie des Raumklimas bei.

Jeder Beitrag zum Umweltschutz zählt!

Die Deutschen lassen sich ihre Gesundheit einiges kosten. Gerade in der kalten Jahreszeit sind Vitaminpillen & Co. wieder der Renner, um das eigene Wohlbefinden zu steigern. Allerdings steht dies nicht im Einklang mit manch sorglosem Verhalten im Alltagsgeschehen. Anstatt mit maßloser Einnahme von Vitaminpräparaten vermutlich sogar der eigenen Gesundheit zu schaden, sollte hingegen verstärkt nachhaltiges umwelt- und gesundheitsfreundliches Verhalten in den Tagesablauf einfließen.

So lässt sich u. a. auch durch sachgerechtes Heizen viel Positives bewirken. Und anstatt sich die Hände zu reiben, weil man mit dem Verbrennen von Hausmüll und anderem ungeeignetem Brennmaterialien Müllgebühren einspart und nebenbei den eigenen Geldbeutel schont, sollte man sich dessen bewusst sein, die Umwelt vergisst nichts. Bekanntlich holen uns unsere Umweltsünden alle irgendwann wieder ein. Vom verantwortungsvollen Umgang mit dem Naturbrennstoff Holz profitiert neben der Umwelt nicht nur die eigene, sondern auch die Gesundheit der Mitmenschen. Die konsequente Verringerung der Luftschadstoffe sollte in unser ALLER Interesse liegen, denn wir haben nur eine Umwelt und die Luft zum Atmen ist für ALLE da.


Logo Creative Commons

Autorin: Maria Herzger


Literatur:

Umweltbundesamt - UBA: Heizen mit Holz - Ein Ratgeber zum richtigen und sauberen Heizen mit Holz

BMU - Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: Kaminöfen und andere Holzfeuerungsanlagen im Haus

Jahr der Wälder: BUND und NABU kritisieren Waldstrategie der Bundesregierung und legen Fünf-Punkte-Plan für künftige Waldpolitik vor

Folgen des Pellet-Booms - "Der Waldboden blutet aus"




Anmerkungen:
FOTO: © iStockphoto / PaulMaguire


Share |
 

Weitere Beiträge in Kategorie Umwelt, Natur & Gesundheitsrisiken & Konsumkritik

Vollständige Tag-Liste



Kommentare

Neuen Kommentar hinzufügen
  1. Heizen mit Holz verheizt den Wald
    Am 24.12.2012 stank nicht nur die nahe Erdölraffinerie bestialisch bei mir, sondern mieser Kamingeruch kam noch dazu.
    Mir war an dem hohen Festtag recht übel von dieser Stinkerei.

    Ich werde im nächsten Jahr mein Dorf verlassen und in eine Stadt ziehen. Ein wichtiger Grund zum Wohnungswechsel sind diese Stink - Kamine --- und die Erdölraffinerie in meiner Nähe.
    In den Nachbardörfern das gleiche Trauerspiel, mein Eindruck fast jedes 2 Haus hat ein Kamin und fast alle stinken erbärmlich.

    Ich fahre viel mit dem Fahrrad (besitze kein Auto) und fahre schon Umwege damit ich nicht dauernd Kamingeruch in der Nase habe: Ich habe es oft genug erlebt, dass sogar noch hundert von Metern von Häuser mieser Kamingestank zu riechen.
    Es ist sehr schlimm für mich, weil der Geruch meine Gesundheit schadet.

    Es gibt Leute die riechen Kamingeruch sogar gerne.

    Der Bericht ist sehr informativ und schade ist es das vermutlich die meisten Kaminbesitzer soche Berichte nicht lesen oder es nicht wahr haben wollen, wie schädlich solche Kamine ohne Filter sind.

    Danke, Maria Herzger,


    Gruß Fox
  2. Extreme Luftverschmutzung durch Holzöfen und Kamine.
    Wir sind umgeben von neuen Holzöfen, Kaminen und auch alten Kohlekesseln.
    Jeden Tag im Winter, liegt unser Grundstück unter ätzenden Rauchwolken.
    Der Ruß ist überall sichtbar, sogar im Haus haben wir schwarzen Staub. Das Obst aus dem Garten hat einen schwarzen Belag!
    Wir ersticken im ungefilterten Dreck unserer lieben Holzofenheizer!
    Ich sehe, dass die Problematik Holzverbrennung, von allen Umweltschützern ignoriert wird. Was nicht sein soll, ist nicht. Immerhin wird Biomasse zu den erneuerbaren Energien gezählt, da passt es nicht ins Bild, wenn Kritik kommt.
    Auf meinem YouTube Kanal TF2 Petra kann jeder unsere Wohnsituation besichtigen. Das als klimaneutral hochgelobte Heizen mit Holz, zerstört unsere Existenz. Als Asthmatiker kann man unter diesem Dauerbeschuss nicht leben! Wir können unser Grundstück aufgeben. Denn wir sind rechtlos. Die Holzheizer haben Narrenfreiheit. Wenn der Ofen vom Schornsteinfeger abgenommen ist.

    Danke für den sehr guten Bericht.

    Gruß Petra
  3. Heizen mit Holz
    Guten Tag Maria Herzger,
    ja es ist ein Grund die Nähe der Erdölraffinerie - die bestialisch riecht - zu verlassen. Es komm darauf an wie lange der Wind aus dieser Richtung kommt.
    Aber die Sache mit dem Holz da kann ich helfen.
    Wer Holz kauft sollte an der 3 Holzscheiten die Feuchtigkeit messen und sich dies von Holzlieferant bestätigen lassen. Holz zum sofortigen verbrennen sollte höchstens noch 17 % Holzfeuchte haben, auch wenn das Holz in der Mitte gespalten ist.
    Sie kaufen Holz am besten von Holzhändlern, die garantieren nur Luft getrocknetes und min 2 Jahre altes Holz anzuliefern.
    Da Kammergetrocknetes, also künstlich getrocknetes erheblich schlechter Brennen kann und sich schlechter anzünden lässt.
    Oft wird Leuten Holz geliefert was über 20 -28 % Restfeuchte enthält. auf der einen Seite erlässt die Regierung Gesetze die aber durch Holzlieferanten und Ofenbetreiber erheblich unterlaufen werden und nur mit einer Rechnung die eine Garantie zum gelieferten Holz eine Aussage macht kann die Umwelt und Sie geschont werden. Hier hat der Gesetzgeber zu handeln alles andere ist dummes Zeug und nicht ernst zu nehmen.
    Also gutes trockenes Holz ergibt eine hervorragende Verbrennung egal wie Öfen gebaut sind – natürlich für einen Holzofen. - Solche Nachbar wie von oben Ihnen beschrieben verbrennen kein trockenes Holz. Es ist wichtig auch Holz für min drei Tage vorher in den Raum zu bringen damit eine Nachtrocknung der Restschicht – durch Feuchtigkeit abtrocknen kann. Deshalb ist es von Vorteil auf beiden Seiten des Kaminofens, im Wechsel das schon abgetrocknete Holz zu nehmen. Dies wird Ihnen auch sofort mit wenig Anfeuerholz anbrennen. Bitte stellen Sie Holz in den Kaminofen nach hinten aufrecht so sparen Sie nochmals, weil das Holz etwas langsamer und sauber abbrennt.
    Holz in liegender Position verbrennt durch direkte Luftzufuhr erheblich schneller weg.
    Die Asche mit der Holzkohle ist ein guter Dünger für Kartoffeln etc. und für den Kompost, auch für den Komposteimer dann strikt der nicht so sehr.
    Hinweis: Küchenöfen mit Holzfeuerung haben wesentliche Vorteile vor Kaminöfen, weil Sie damit kochen backen, braten und heizen können und einige mit denen man kann auch noch Warmwasser und die Heizung für Wohnung oder Haus betreiben, nach meiner Meinung sind die die besten Umweltschoner da sie auch noch Strom in erheblichen Mengen sparen helfen.
    Also viel Freude an einem guten Küchenofen, da kann Öl kosten was es wolle, und bei Stromausfall oder Krisen haben Sie alle eine warme Stube.
    Meine Homepage Hilfe und Tipps von A –Z , Erich Hoyer
    Mit freundlichem Gruß
    Eric Hoyer
  4. Missstand Holzverbrennung im Wohngebiet
    Selbst wenn bestes Kaminholz verwendet wird, sind die meisten Holzöfen und Kamine üble Dreckschleudern. So sieht meine Erfahrung aus. Jede Inbetriebnahme einer neuen Anlage, war ein böses Erwachen. Üble stinkende und erstickende Rauchwolken! Sehr oft hängt der Qualm wie Nebel über dem Wohngebiet.
    Für mich als Asthmatiker, ist diese Entwicklung eine Katastrophe!
    Daher bin ich zu der Meinung gekommen, dass die Holzverbrennung in dichtbebauten Wohngebieten entweder verboten oder zumindest streng reglementiert werden muss! Im Interesse der allgemeinen Gesundheit! Bei der Holzverbrennung entstehen immer Schadstoffe! Holz ist kein sauberer Brennstoff, da kann das noch so trocken sein. Und da viele Ofenbesitzer gar nichts mehr für das Brennmaterial bezahlen wollen und auch alles durch schieben, kommen noch einige schlimmen Schadstoffen hinzu.

    Also, der Gesetzgeber ist hier wirklich gefragt!
    Die 1.BImSchV ist vollkommen unzureichend und enthält gravierende Lücken.
    Zum Beispiel, die extrem langen Übergangsfristen für die alten Dreckschleudern! Immer noch qualmen die alten Kohlekessel aus DDR-Zeiten, nur nicht mit Kohle, sondern mit schlimmsten Brennmaterialien!
    Die Ausnahmen. Zum Beispiel, Küchenherde. Da kommt es dann, dass auch im Sommer bei Hitze, der Rauch vom benachbarten Ofen im Garten liegt! Danke!
    Die Grenzwerte, die auf dem Papier stehen, werden nicht kontrolliert! Der Schornsteinfeger prüft nur den technischen Zustand der Öfen und lässt sich das gute Kaminholz zeigen.

    P.S.

    Vom Ausbringen der Holzofenasche im eigenen Garten ist abzuraten. Selbst naturbelassenes Holz, ist mit Schwermetallen belastet, die von den den Pflanzen aufgenommen werden. Schwermetalle reichern sich im menschlichen Körper an.

    Beste Grüße: Petra
  5. Missstand Holzverbrennung mit Rauch, Qualm und Feinstaub im Wohngebiet
    Rauch, Qualm, Staub und gefährlicher Feinstaub aus Holzverbrennung führt zu permanenter unangenehmer Geruchsbelästigung und, wie übrigens auch u.a. in den Schornsteinfeger-Broschüren erwähnt wegen der krebserregenden Partikel, zu Gesundheitsschädigung.
    Die Gesetzeslage hinkt den beworbenen Entwicklungen völlig hinterher. Nachhaltig, - sicher - und was passiert gegenwärtig mit der Umwelt und den heutigen Anwohnern solcher Dreckschleudern?
    Abgesehen davon, dass die Holzwirtschaft die Holzverbrennung bereits kritisiert wegen der drastischen Fehleinschätzung des Biomassepotentials, mangelt es an der gesetzlichen Durchsetzung halbwegs korrekter Verbrennung und zügigen Einführung neuerer Technologien und Filterung.
    Besonderes Augenmerk ist zu richten auf landschaftliche Gegebenheiten und Bebauung. Wir wohnen in einer relativen Talstraße, die hoch und breit umbaut ist.
    Der Rauch und Qualm wird permanent auf den Boden in unseren Garten und die Nachbarhäuser gedrückt. Lüften wird unmöglich, Aufenthalt im Garten ebenfalls. Empfohlen ist ein 15m - Radius des Kamins zum nächsten Nachbarn. Dieser Radius reicht nicht, wenn es sich um eine umbaute Tallage handelt!
    Da die Durchsetzung der neuen BimSchV, laut Schornsteinfegervereinigung, kaum möglich ist, fragt man sich, wann der Gesetzgeber, hier beginnend mit dem Luftamt Baden-Württemberg endlich reagiert bzw. wo der gesunde Menschenverstand der Betreiber solcher Holzverbrennung in Wohngebieten abgeblieben ist.
    Ich muss hier weg oder es wird auf eine andere Heizung umgestellt, da die ständige Geruchsbelästigung aus Holzverbrennung unzumutbar ist und die gesundheitlichen Symptome bereits gravierend sind.
    So bleibt Lebensqualität in diesem Lande auf der Strecke!
    S.
  6. Die Realität wird alle diejenigen, die heute noch mit dem sauberen Öl oder Gas heizen schon in nicht allzu ferner Zukunft einholen!
    Wir werden alle erleben, dass die fossielen Brennstoffe sich dem Ende zu neigen und dann wird diese kurze Etappe des sauberen Heizens in der Menschheitsgeschichte sowieso vorbei sein.
    Gerne kann die Politik Holzfeuerunganlagen in engen Wohngebieten verbieten - wenn die Menschen sich das Heizen mit anderen Brennstoffen nicht mehr leisten können werden diese Gesetze nicht standhalten!
    Schade für alle Lungenkranken, die Lebenserwartung wird dadurch auch nicht besser aber leider nicht aufzuhalten!
  7. Wir können uns das Heizen mit Öl oder Gas leider einfach nicht mehr leisten und sind auf günstige Brennstoffe angewiesen! Wir heizen so schon nur, wenn es unbedingt sein muss und auch der Wollpullover nicht mehr hilft oder die Wasserleitungen drohen einzufrieren.
    Ich würde nichts lieber tun als einfach die Heizung im ganzen Haus auf 23 Grad zu stellen und die Wärme zu genießen...wenn das Geld dafür da wäre würde ich das auch sofort machen.
    Auch Holz schleppen, Palletten sägen, nachts aufstehen zum nachlegen, dreckige Hände....kann ich gut drauf verzichten!
  8. Kohlenmonoxid
    Feinstaub? Das eigentliche Problem (bzw. das noch viel gravierendere) heißt CO - ich habe einen Bekannten bei der Feuerwehr, der regelmäßig Halbtote (und leider auch schon eimal einen Toten) in Wohnungen vorfindet. Die Leute begreifen offenbar nicht, wie extrem giftig Kohlenmonoxid ist - und wie schnell es in die Wohnräume gelangen kann. Selbst in den Wohnungen von Nachbarn werden oft erhöhte Konzentrationen gemessen.
  9. Heizen wie vor 100 Jahren
    Es gibt 4 wichtige Gründe, das Heizen mit Holz zu untersagen:
    1. Feinstaub: Aus dem Hintergrundpapier des Umweltbundesamtes mit dem Titel „Die Nebenwirkungen der Behaglichkeit: Feinstaub aus Kamin und Holzofen“ vom 09.März 2006 erfährt man, dass die über 14 Millionen Kleinfeuerungsstätten schon im Jahre 2003 mehr Feinstaub produziert haben als der gesamte Straßenverkehr. Während man im Straßenverkehr Schutzzonen und Rußpartikelfilter vorschreibt genießen Kaminöfen noch eine lange Karenzzeit.
    2. Schädliche Gase: Die Aussage, dass das Verbrennen von Holz umweltschonend sei, da bei der Verbrennung nur soviel Kohlendioxid (CO2) erzeugt wird, wie der Baum zu Lebzeiten durch Photosynthese umgewandelt hat, ist isoliert betrachtet vielleicht richtig. Tatsächlich verunsichert diese Aussage gezielt die Verbraucher und ist als Werbegag zu werten. Die CO2-Belastung ist in den letzten Jahrzehnten deshalb so stark angestiegen, da man durch technische Maßnahmen bestrebt war, dass viel schädlichere Kohlenmonoxid (CO) in CO2 zu wandeln. Das es nun nicht mehr genug Pflanzen gibt, die dieses Gas umwandeln können ist Teil 2 unseres Klimaproblems. Dies lässt sich nicht dadurch lösen, dass man die gesamten technischen Errungenschaften über Bord wirft und wieder verstärkt Kohlenmonoxid auswirft. Aus dem Informationsblatt des Landesumweltamtes NRW (LUA-Info 17) ist zu entnehmen, dass die Kohlenmonoxidbelastung durch Kaminöfen um das 1.000-fache höher ist als bei guten Gas- oder Ölheizungen. Aber auch andere Gase entstehen, wie z.B. Schwefeldioxide, Kohlenwasserstoffe, Furane und Dioxine.
    3. Wirkungsgrad: Tatsächlich wird in Kaminöfen die Energie des Holzes im Maximalfall nur zur Hälfte genutzt. Der Rest der Energie entweicht durch den Schornstein. Kaminöfen haben eine Abgastemperatur von ca. 300 ° Celsius. Zum Vergleich: Öl- und Gasheizungsthermen nutzen die zugeführte Energie so gut aus, dass die Abgastemperatur bei ca. 30° C liegt. Dies bedeutet, dass man wertvolles Holz uneffektiv verheizt. Dabei wird gerne die Anheizphase vernachlässigt, die den Wirkungsgrad eines Kaminofens noch weiter verschlechtert. In Zahlen: Wirkungsgrad Öl- und Gasheizung: ca. 98%, vom Kaminofen ca. 48%
    4. Kontrolle: Für Öl- und Gasheizungen hat der Gesetzgeber eine Art TÜV eingerichtet. Alle 2 Jahre wird die Effektivität der Heizungen überprüft. Bei Kaminöfen ist diese Prüfung nicht möglich, da die Leistung von der individuellen Bedienung und dem gewählten Brennstoff abhängig ist.
    Alle Punkte stehen im krassen Gegensatz zu dem Bundesimmissionsschutzgesetz, das die Schadstoffbelastung durch die Heizungen reduzieren sollte. Hier hat die Holzlobby ganze Arbeit geleistet.
  10. @Holzvergaser

    Die Realität ist so, dass riesige Mengen Erdgas in Russland einfach umweltschädlich, weil stark rußend, abgefackelt werden. Es gab da einen Bericht im Fernsehen. Wir könnten noch Jahrzehnte damit heizen. Übrigens ist Heizenergie künstlich teuer gemacht worden. Die so genannte Energiewende... Ihre Aussage im Hinblick auf Lungenkranke, benenne ich mal als unmenschlich ignorant. Aber keine Angst, auch Holzheizer können ganz schnell ihre Gesundheit verlieren....

    @Frauke
    Unsere Holzheizer-Nachbarn haben auch bei Frostgraden die Fenster ganztägig gekippt und rennen in kurzen Hosen durch ihr Grundstück. Also bei der Kleidung gehe ich von 25 bis 30 Grad im Haus aus.
    Wenn man da nicht, bei der offensichtlichen Verschwendung, Wut bekommt?
  11. Petition
    Wer etwas gegen die Holzstinker tun will, kann diese Petition unterzeichnen:

    https://www.openpetition.de/petition/online/luftreinhaltung-erlass-einer-landesimmisionsschutz-verordnung

    Bitte den Link weiterverbreiten!
  12. Noch eine Petition
    Hier gibt es eine weitere Petition gegen Gestank und Schadstoffe aus der Holzverbrennung. Ich suche noch Unterstützer:

    Für saubere Luft in Wohngebieten - Stoppen Sie die Schadstoffemissionen aus privaten Holzverfeuerungsanlagen

    Danke für die Unterstützung und die Weitergabe des Links
  13. Link vom System nicht richtig erfasst
    Der Link zu meiner Petition wurde vom System nicht richtig erfasst.
    Bitte kopiert ihn daher "von Hand" in den Browser. Der Link beginnt wie üblich mit "http" und er endet mit "...holzverfeuerungsanlagen"

    [Ich habe den Link korrigiert. Jetzt ist er klickbar und führt zu Petition. - Webmaster]
  14. Dreckschleuder - Kamin
    Ich wohne in Leipzig Nord, neu sanierte Fabriklofts, Wohnungen alle mit Kaminanschlüssen. In letzter Zeit geht es nun sogar soweit, dass man scheinbar diese kleine feine Feuerstätte in der Wohnung für sich als private Müllverbrennungsanlage für sich entdeckt hat. Es ist im Winter luftmäßig katastrophal, Fenster können zum Lüften ganz oft nicht gelüftet werden.
    Kamin-Fans sind für mich schlicht und ergreifend Life-Style-Stinker.
    Plötzlich sind die Bäume quasi nachwachsendes Gras wenn um meine ureigenen egoistischen Interessen geht.
Neuen Kommentar hinzufügen