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Europa | Neue Wirtschaft | Social Entrepreneurship & Social Business
Soziales Dorf: Projektstand

Review: Straßburg-Konferenz für Sozialunternehmer aus zivilgesellschaftlicher Sicht

Eingereicht von Detlef am 25. Jan 2014 - 08:30 Uhr             Seitenaufrufe: 1339

Bild 0 für Review: Straßburg-Konferenz für Sozialunternehmer aus zivilgesellschaftlicher Sicht

Im Januar 2014 trafen sich Sozialunternehmer/-innen am Sitz des Europaparlamentes in Straßburg. Eine konstruktiv-kritische Momentaufnahme nach der Konferenz.

Minden. Die Europäische Union hatte Social Entrepreneure für zwei Tage nach Straßburg eingeladen. „Sozialunternehmer/-innen: Ihre Meinung zählt!“ war der Einladungstext überschrieben. Der Einladung gefolgt sind über 2.000 sozialunternehmerisch Engagierte.

Seit Jahren gibt man sich in der EU viel Mühe, zum sozialunternehmerischen Motor auf dem europäischen Kontinent zu werden. 
Einen Zwischenstand der Anstrengungen spiegelt die Konferenz und deren Straßburger Deklaration für Sozialunternehmen wieder. Den Status Quo hat Der Newsblog unter die Lupe genommen.


Die wichtigsten Punkte

Soziales Unternehmen - Die Möglichkeiten des Social Entrepreneurship werden mit der Formulierung "Erwirtschaftung von marktbasierten Einkommen" unscharf wiedergegeben. 
Auch ein Hinweis auf den gesellschaftlichen Mehrwert fehlt in der Erklärung von Straßburg. Aber eben der Mehrwert ist es, der zB. viele soziale und Gesundheitsprojekte nicht nur sozial, sondern auch ökonomisch nachhaltig werden lässt.

Partizipation - Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung in Straßburg waren von den Teilnehmer/-innen selbst zu tragen. Das ist ein faktisches Ausschlusskriterium für Engagierte mit geringem Einkommen. 
Aber auch ihnen muss eine Teilnahme an solchen überregionalen Events möglich sein. Dazu ist ein Budget für eine Reisekostenübernahme notwendig, damit Benachteiligte teilnehmen können.  
( Dazu entsteht ein Blogartikel, der unsere Kritik ausführlicher erläutert. )

Medien - Es ist an der Zeit, dass auch die Printmedien, Rundfunk und TV über die Social Business-Initiative berichten. Dafür müsste die EU-Kommission mit der Gestaltung der Presse- und Medienarbeit selbst die Weichen stellen.
"Möglicherweise rennen wir offene Türen ein." meint Newsblogger Detlef. "Denn die Medienarbeit ist im letzten Jahr enorm verstärkt worden." Er sieht Pressemitteilungen und -bilder von Events als einen wesentlichen Punkt für Verbesserungen.


POSITIV - Lobenswerte Konferenz

Gut organisierte, ansprechende Veranstaltung (Sichtweise von Nicht-Teilnehmern)

Angemessene Zielsetzung: "Ökosystem zur Förderung der Sozialunternehmen

Vielfältige Medienarbeit, Social Media-Kanäle werden genutzt

Nette Idee: Die graphische Gesamtschau über die Konferenz 

Social Business-Initiative ist ein gutes Stück vertrauenswürdiger geworden

Fortschritt in Sachen Bürgernähe in der EU


NEGATIV: Was negativ aufgefallen ist oder fehlt 

Erster Ansatz ("Erwirtschaftung von marktbasierten Einkommen") schränkt den Anwendungsbereich von Sozialunternehmen zu sehr ein.

Gesellschaftlicher/sozialer Mehrwert & SROI-Berechnungen fehlen in der Erklärung.

Der Mehrwert als Einnahmequelle muss auf Augenhöhe mit marktwirtschaftlichen Erträgen/Einkommen beachtet werden.

Konventionelle Medien (Rundfunk/TV und Print) sollten besser eingebunden werden. Auf Berichterstattungen in den grossen Tageszeitungen hinwirken.


SCHWACHPUNKT: Breite Partizipation nicht verwirklicht

Reisekosten zu Präsenzveranstaltungen müssen selbst getragen werden. Das ist benachteiligten Menschen nicht möglich. Das betrifft immerhin ~ 25% der Menschen in der EU.

Das Teilnehmen am #socentEU-Diskussions- und Entwicklungsprozess muss niederschwelliger werden.


VERBESSERN: Auffälligkeiten, kleinere Mängel

Zeitnahe Verfügbarkeit von Veranstaltungsfotos für Pressezwecke

Ein Dokument (Straßburg-Konferenz / graphische Gesamtschau) ist nicht zu öffnen

Pressemitteilung(en) zum Abschluß wünschenswert



Anmerkungen:
Newsblog-Anmerkungen zur Straßburg Konferenz und deren Abschlusserklärung.
FOTO: Europäische Union


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  1. überwachung durch Santec
    Hallo,
    die firmas Sind die mit RFID Chip zusammen arbeiten SANTEC, HZA ZAHNARTE , UKE KRANKENHAUS WOHNEN UND FÖRDERN ,BEVOLLMÄCHTIGTE , und natürliche AMTSGERICHT BARMBEK .
    weit weg von dennen
    Mit freundliche grüssen
    Göksel Cakir
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