Newsbeiträge » Soziale Sicherheit
Skandinavien: Green Care für sozial benachteiligte Menschen in Südfinnland
Natürlich und integrativ: Bei einem sozialen Innovationsprojekt in Finnland wird die Natur genutzt, um das Wohlbefinden und die Integration benachteiligter Gruppen zu steigern
Im Rahmen des finnischen Wiedereingliederungsprogramms „Green Care“ werden neue Ansätze entwickelt, mit denen Menschen geholfen werden kann, die Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche haben und von sozialer Ausgrenzung bedroht sind, darunter auch Menschen mit Behinderung.
Wasser ist Menschenrecht - #LassLaufen am Weltwassertag in Berlin
Bundesweite Demonstration am 22. März 2013, dem Weltwassertag in Berlin. Start ist um 15:00 Uhr auf dem Dorothea-Schlegel-Platz, Ende 18:00 Uhr Wassertorplatz.
Berlin/Minden 8. März 2013. Unter dem Motto #LassLaufen rufen Viva con Agua de Sankt Pauli e.V., German Toilet Organization e.V., Ingenieure ohne Grenzen e.V. und die UNICEF-Arbeitsgruppe Berlin dazu auf, gemeinsam einen Demonstrationsweg von ca. 6 km zu Fuß zurückzulegen.
Dabei steht #LassLaufen symbolisch für die durchschnittliche Entfernung, die Menschen in Entwicklungsländern zur nächsten Wasserstelle zurücklegen müssen.
Rot-Grüne Forderung: Gesundheitsvorsorge muss gesamtgesellschaftliche Aufgabe werden
Nachrichten - SPD und Grünen wollen Präventionsgesetz nachbessern
SPD und Grüne wollen das Präventionsgesetz, das heute im Kabinett beraten wird, über den Bundesrat erheblich nachbessern. “Das Turnen auf Rezept ist bei weitem keine ausreichende Antwort auf die Frage nach einer wirkungsvollen, nachhaltigen und sozial engagierten Gesundheitsförderung”, sagte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) der in Düsseldorf erscheinenden “Rheinischen Post” (Mittwochausgabe).
SPD und Grüne fordern, dass die Gesundheitsvorsorge “gesamtgesellschaftliche Aufgabe” wird. NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens betonte, die Prävention dürfe nicht allein über Gelder der gesetzlichen Krankenkassen finanziert werden.
... weiterlesen bei der Rheinischen Post (ots) -
"Turnen auf Rezept reicht nicht"
Dass EAPN unterstützen: Für ein soziales Europa ohne Armut
Wenig bekannt leistet das 'Europäische Netzwerk gegen Armut' wertvolle engagierte Arbeit für 115 Millionen Menschen. Um die leisten zu können braucht es finanzielle Unterstützung
Zweck des EAPN Fonds ist, den Kampf für ein soziales Europa ohne Armut zu unterstützen durch:
- Sicherstellung der Entwicklung des Europäischen Netzwerkes gegen Armut (EAPN) und ihrer nationalen Netzwerke als starkes Bündnis von NGOs der Armutsbekämpfung, die einen Beitrag für die Teilhabe von Menschen in Armut leisten.
- Erhöhen Sie die Auswirkungen der Beteiligung der von Armut betroffenen Menschen in allen Angelegenheiten und Politik, die sie und die Gemeinden, in denen sie leben, prägen.
- Sponsoring eine EAPN Award für Transnationale Inspiration und Lernen
NRW-Landesministerin zum Welttag der Sozialen Gerechtigkeit: Europa braucht einen sozialen Stabilitätspakt
Ministerin Schwall-Düren: Rettungspakete für Banken & Staaten - für die Menschen wurde nichts getan, öffentliche Leistungen sogar gekürzt.
Am 20. Februar ist der Welttag der sozialen Gerechtigkeit. Er wurde von den Vereinten Nationen eingeführt und im Jahr 2009 zu ersten Mal begangen. Aus diesem Anlass erklärte Dr. Angelica Schwall-Düren, NRW-Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien:
„Die Sensibilität für Soziale Gerechtigkeit ist in den letzten Wochen und Monaten gewachsen. Der von der Europäischen Kommission kürzlich vorgelegte Sozialbericht unterstreicht die besorgniserregende soziale Aufspaltung Europas in einen relativ stabilen Norden und einen von der Rezession geplagten Süden.
Denn gerade dort sind die Sozialsysteme als Folge der anhaltenden Wirtschaftskrise überlastet. Sie sind kaum noch fähig, die Folgen der Krise aufzufangen und den Menschen einen sozialen Mindestschutz zu gewähren.
Prozesskostenhilfe: Rechtschutz für Arme nicht weiter aushöhlen
Münchener Hilfeverein: Rechtsschutz für Arme erhalten - Deutschland im internationalen Vergleich unter Industrienationen jetzt schon unter den Schlusslichtern
Letzten Donnerstag war die erste Lesung im Bundestag zur Neuregelung der Prozesskosten- und zum Beratungshilferecht. Hintergrund dieser Neuregelung ist der Versuch, letztlich auf Kosten von armen Menschen Geld zu sparen. Dem Bund sind die Kosten für die Prozesskostenhilfe und die Beratungskostenhilfe zu hoch.
Wer die Geschichte um die kostenfreie Beratung und der kostenfreien Hilfe von bedürftigen Menschen vor Gericht kennt, weiß, dass es ein langer und steiniger Weg war, bis zum heute gültigen Prozesskosten- und Beratungshilferecht.
Beide Gesetze sicherten ab den 80er Jahren bedürftigen Menschen die Möglichkeit sich kostenfrei von einem Anwalt eigener Wahl beraten zulassen und vor Gericht von einem Anwalt vertreten zu werden. Ein gewaltiger Schritt im Vergleich zum vorher geltenden Armenrecht.
Sozialberatung Diakonie Herford kritisiert zu geringe Hartz IV Erhöhung
Die Anpassung an die normale Einkommensentwicklung sei richtig, helfe den Betroffenen Menschen aber nicht wirklich weiter, so Jutta Henke von der Sozialberatung der Diakoniestiftung in Herford im Westdeutschen Rundfunk (WDR).
Keine steuernde Wirkung: Praxisgebühr für Arme abschaffen
Berlin, 09.03.2012 . "Die Einführung der Praxisgebühr hat dazu geführt, dass Menschen, die arm sind, Arztbesuche aufschieben oder vermeiden. Für diese Gruppe muss die Praxisgebühr abgeschafft werden", betont Caritas-Präsident Peter Neher angesichts der aktuellen Debatte zu diesem Thema.
Der Deutsche Caritasverband hatte zum Auftakt der Kampagne Armut macht krank bereits
zu Jahresbeginn vor Journalisten in Berlin deutlich gemacht, dass die
Praxisgebühr ihre steuernde Wirkung verfehlt, aber negative
Auswirkungen auf Arme habe.
Kongress: Prävention wirkt - für mehr gesundheitliche Chancengleichheit
17. Kongress Armut und Gesundheit am 9. und 10. März 2012 in der Technischen Universität Berlin
Armut macht krank: Sozial bedingte gesundheitlich Ungleichheit
verfestigt sich oft schon im Kindes- und Jugendalter und trägt sich in
weitere Lebensphasen fort.
Die gesundheitliche Lage von Menschen in belastenden Lebenssituationen
sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten stehen im Mittelpunkt des 17.
Kongress Armut und Gesundheit am 9. und 10. März 2012 an der
Technischen Universität Berlin.
Sozialstaat tot? EZB-Chef Draghi redet Unsinn
Es gibt ein paar Jobs, bei denen man das Recht, einfach blöd daherreden zu dürfen, gegen sehr gute Bezahlung eintauscht. Herr Draghi soll einfach mal die Klappe halten.
Wir haben ja eine unabhängige Zentralbank, die EZB. Deren Präsident, Mario Draghi, hat jetzt bewiesen, dass er einerseits sehr unabhängig ist - nämlich unabhängig von jeder Vernunft; aber möglicherweise auch nicht ganz so unabhängig - schließlich war Herr Draghi ja (wie praktisch jeder „unpolitische Experte" in Spitzenpositionen) früher ein Vizepräsident von Goldman-Sachs.
Wachsende Energiearmut: Stromsperren durch frühzeitige Gegenstrategien den Saft abdrehen
Energiearmut grassiert – Tendenz steigend. So das Ergebnis einer Umfrage der Verbraucherzentrale NRW bei den 110 Grundversorgern in Nordrhein-Westfalen. Nach Einschätzung von drei Viertel der 58 antwortenden Unternehmen sind wachsende Probleme rund um Energieschulden und Stromsperren festzustellen.
Die Zahlen sprechen für sich: In 2010 haben die befragten
Energieunternehmen in NRW mehr als drei Millionen Mal die Zahlung von
Stromrechnungen angemahnt. Nach 340.000 Sperrandrohungen folgte dann
für 62.000 Kunden tatsächlich das Aus beim Saft aus der Steckdose.
"Hochgerechnet auf alle 110 Grundversorger dürfte etwa 120.000
Haushalten der Strom abgedreht worden sein, bundesweit schätzungsweise
sogar 600.000 Mal", fasst NRW-Verbraucherzentralenvorstand Klaus Müller
die alarmierende Bilanz wachsender Energiearmut zusammen.
Aachen: Dialogtagung zu öffentlich geförderter Beschäftigung
Verantwortung übernehmen - Potenziale nutzen - Die öffentlich geförderte Beschäftigung als Herausforderung
Dialogtagung 2012
28. Februar 2012, 9 bis 17 Uhr
August-Pieper-Haus, Aachen
Die Würde des Menschen ist ein großes gesellschaftliches Thema, das die
Lebensbedingungen und -perspektiven vieler, auch arbeitsloser Menschen
prägt. Mit den Mittelkürzungen für die Bundesagentur für Arbeit und dem
beschlossenen Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am
Arbeitsmarkt geht den betroffenen Menschen wieder ein Stück Hoffnung
verloren, anerkannter und geschätzter Teil unserer Gesellschaft zu
werden.
Verheerende ILO-Zahlen: Ein Drittel Arbeitnehmer weltweit arbeitslos oder arm
Die Weltweite Arbeitsorganisation ILO legt Zahlen über globale Arbeitslosigkeit und Armut vor - Bericht bei 'epo online' in deutscher Sprache.
Jeder dritte Arbeitnehmer weltweit ist arbeitslos oder arm
Berlin. - Die weltweite Arbeitslosigkeit ist 2011 im vierten Jahr in
Folge auf einem hohen Niveau geblieben. Das zeigen die Globalen
Beschäftigungstrends, die die Internationale Arbeitsorganisation (ILO)
am Dienstag im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums in Davos
veröffentlicht hat.
Mehr als 197 Millionen Menschen auf der Welt sind
laut ILO arbeitslos, genauso viele wie im Vorjahr und fast 27 Millionen
mehr als 2007, vor dem Ausbruch der Krise. Die Arbeitslosenquote
stagniert damit bei 6,0 Prozent – trotz des vergleichsweise hohen
Wirtschaftswachstums von 5,1 Prozent im Jahr 2010 und 4 Prozent 2011.
.. den ganzen Beitrag lesen - epo online am 24. Januar 2012
„Bis zum Anpfiff - Spielzeit 2012“ Neujahrsempfang der Arbeitslosen
Der “Volksverein Mönchengladbach“, das Kath. Forum für Erwachsenenbildung und der Katholikenrat der Region Mönchengladbach laden herzlich ein zum
NEUJAHRSEMPFANG DER ARBEITSLOSEN
Das Motto des Empfangs lautet „Bis zum Anpfiff - Spielzeit 2012“
- Neues vom Transfermarkt sowie
- Wege ins Abseits
– Neue Spielregeln
Hintergrund für den Empfang sind die anstehenden Regelungen der zum 1. April in Kraft tretenden Arbeitsmarktreformen, die insbesondere langzeitarbeitslose Frauen und Männer und Maßnahmen zur Unterstützung der Integration in Arbeit und Gesellschaft „abschreiben“!
Gegen den Trend
Eine Studie des Berlin-Instituts zeigt am Beispiel des Oldenburger Münsterlandes, dass der Niedergang ländlicher Regionen keine automatische Folge des demografischen Wandels ist.
Fast alle ländlichen Regionen in Deutschland spüren die Folgen des demografischen Wandels. Ihnen fehlt der Nachwuchs, die Bevölkerung altert, und vor allem die gut ausgebildeten jungen Menschen versuchen ihr Glück in den größeren Städten oder im Ausland. Der Wirtschaft mangelt es an neuen Ideen und Investoren – hohe Arbeitslosigkeit ist die Folge. Den verschuldeten Kommunen fehlen oft die Mittel, ihre Infrastruktur instand zu halten oder zu modernisieren. Schulen werden zusammengelegt, Geschäfte und Banken geschlossen, und die Steuereinnahmen gehen zurück. Daraus entsteht schnell ein Kreislauf, aus denen viele Gemeinden keinen Ausweg finden.
Hinweis der Blogredaktion: Die Studie wurde im März 2009 veröffentlicht.
Dieser Beitrag wird in Kürze auf das Ersterscheinungsdatum zurückdatiert. Er erscheint dann in chronologischer Reihenfolge der Blogbeiträge.
Paritätischer legt Armutsbericht 2011 vor
Parität legt Studie über 5 Jahreszeitraum vor: Deutlicher Negativtrend in Berlin und Nordrhein-Westfalen, besorgniserregend die Entwicklung im Ruhrgebiet
Vor einer Verfestigung der Armut auf Rekordniveau warnt der
Paritätische Wohlfahrtsverband anlässlich der Veröffentlichung seines
Armutsberichtes 2011. Scharfe Kritik übt der Verband an der
Sozialpolitik der Bundesregierung. Er fordert die Bundesregierung zu
einer rigorosen armutspolitischen Kehrtwende auf.
Rund 12 Millionen Menschen sind laut Paritätischem Armutsbericht in
Deutschland armutsgefährdet – 14,5 Prozent der Bevölkerung. Alarmierend
sei, dass auch in Jahren mit starkem Wirtschaftswachstum wie 2006, 2007
oder 2010 die Armut nicht zurückgegangen sei. „Es handelt sich um eine
Verhärtung der Armut auf sehr hohem Niveau“, stellt
Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider fest. „Wo die Wirtschaft nicht
für sozialen Ausgleich sorgt, ist die Politik gefordert.“
Gesundheitsförderung braucht endlich mehr politisches Gewicht
PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Berlin 12. Dezember 2011
Zu den Berichten zur sinkenden Lebenserwartung von Geringverdienern
erklären Maria Klein-Schmeink, Sprecherin für Prävention und
Patientenrechte und Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für
Arbeitnehmerrechte:
Die Daten zeigen anschaulich: Die Bundesregierung ist blind für die soziale Schieflage in der Gesundheitspolitik. sozial Benachteiligte Gruppen können nicht vom medizinischen Fortschritt profitieren wie andere Bevölkerungsgruppen. Nach zwei Jahren Regierungspolitik gibt es nicht eine Maßnahme, die da gegensteuert. Im Gegenteil: Die Ausgaben für Prävention und Gesundheitsförderung sind unter dem Vorzeichen drohender Zusatzbeiträge von den Krankenkassen zurückgefahren worden.
Lagebericht: Aktivitäten für einen sozialen Arbeitsmarkt in NRW (update)
Im Arbeiterstammland Nordrhein-Westfalen soll ein sozialer Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitlose entstehen: Einzelheiten über die aktuelle Lage
Die Bestrebungen für einen sozialen Arbeitsmarkt für langzeiterwerbslose Menschen werden konkreter. Die rot-grüne Landesregierung NRW und der Paritätische Wohlfahrtsverband sind die Vorreiter.
Das sind sicher begrüßenswerte Entwicklungen, keine Frage - die allerdings aus leidvoller Erfahrung der letzten 10 Jahre dringend zivilgesellschaftlicher Begleitung bedarf.
Mangelndes Wissen über die Lebenslagen und Bedürfnisse betroffener Menschen führen leicht zu falschen Vorstellungen. Oder es wird politisch vorschnell und zu sehr nach Kassenlage entschieden.
Landesminister Schneider (NRW): Ohne soziale Gerechtigkeit ist die Menschenwürde in Gefahr
Sozialminister hält Festvortrag bei Neueinweihung des kirchlichen Sozialinstituts Kommende Dortmund
Düsseldorf, 26.11.2011
Ein leidenschaftliches Plädoyer für Soziale Gerechtigkeit hat Minister Guntram Schneider heute (26. November 2011) bei seinem Festvortrag zur Neueinweihung des Sozialinstituts des Erzbistums Paderborn, der Kommende Dortmund, gehalten. Nur bei umfassender Verteilungsgerechtigkeit komme es auch zu einer wirklichen
Beteiligungsgerechtigkeit, zitierte der Minister eine Erklärung der kirchlich-gewerkschaftlichen Initiative.
Armut auf Rekordniveau: Paritätischer fordert Masterplan zur Armutsbekämpfung
Scheidung barrierefrei?
Dies ist ein Gastbeitrag im Rahmen des Netzwerkes der Blogpaten von Gabriela Pichelmayer aus Wien.
Ich bin kein Pfleger, Schatz! Ich habe nur ein Leben, Schatz! Du wirst sicher einen netten Rollstuhlfahrer finden, Schatz! Auch für dich wird es noch Möglichkeiten im Leben geben, Schatz! Ich liebe eine andere, Schatz!
Diese Sätze sitzen tiefer als tief. Wohl hat man schon dergleichen mit Unverständnis vernommen. Von anderen. Von Gleichgestellten. Jedoch ein ähnliches Schicksal nicht nur ausgeschlossen, sondern auch erst gar nicht in Erwägung gezogen. Die Krankheit war ihm immer bekannt, schon vor der Hochzeit. Gewiss, damals war man noch mobil und nicht auf Hilfe angewiesen. Aber die Prognose der fortschreitenden Verschlechterung war immer klar und eindeutig. Es verhielt sich so, als würden die körperlichen Ausfälle in den 25 Beziehungsjahren mitwachsen wie die beiden Kinder.
.. den ganzen Beitrag auf dem 'Bürgerblog Blankenheim' lesen
Was ist Soziale Landwirtschaft (Social Farming)?
Begriffserklärung für 'Soziale Landwirtschaft', auf neudeutsch als 'Social Farming' bezeichnet.
Eine deutschsprachige Seite bei Wikipedia gibt's bisher für den Oberbegriff Green Care. In einem Absatz dort findet man soziale Landwirtschaft in Beispielen erläutert.
Im Netz findet man sonst nur wenige Seiten, auf denen der Begriff erläutert wird. Diese Wissenslücke zu schließen soll in diesem Blogbeitrag versucht werden.
Die soziale Landwirtschaft ist eine neue Art, landwirtschaftliche Flächen und Höfe zu nutzen. Man versteht darunter die Nutzung von Biobauernhöfen für soziale Aufgaben. Beispiele aus der Praxis sind Therapieorte für psychisch kranke Menschen in natürlicher Umgebung, Lernbauernhöfe und Arbeitspätze für Menschen mit Behinderungen.
Frage an den Arbeitspsychologen Theo Wehner: Macht das Grundeinkommen faul?
Enno Schmidt spricht mit Prof. Theo Wehner über die Psychologie des Grundeinkommens. Was sind die Motive für die Arbeit? Wann und wie verändern sich diese.
Ein Videobeitrag über die bedeutsame Fragen in der BGE-Diskussion: Werden die Menschen überhaupt noch arbeiten, wenn für ihr Dasein gesorgt ist? Prof. Wehner dazu: " Ich habe keine Bedenken, daß unter den Bedingungen des bedingungslosen Grundeinkommens die Leute nicht tätig werden."
Die Ausführungen des langjährigen Arbeitspsychologen Wehner von der Forschungsgruppe 'Psychologie der Arbeit' (ETH Zürich) räumen auch - gut verständlich und recht überzeugend - mit einigen Mythen über das moderne Arbeits- und Gesellschaftsleben auf.
Deutscher Gewerkschaftsbund, Gutachten: Hartz IV weiterhin verfassungswidrig
Anlässlich der Vorstellung der Gutachten von Johannes Münder und Irene Becker zur Bewertung der Regelbedarfe im SGB II und SGB XII im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung erklärte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Montag in Berlin:
„Die im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung erstellten Gutachten bestätigen den DGB in seiner Rechtsauffassung, dass die Regelbedarfe im Hartz-IV-System und in der Sozialhilfe weiterhin verfassungswidrig sind. Das Anfang des Jahres im Vermittlungsausschuss gefundene Kompromissergebnis bleibt hinter den Anforderungen des Bundesverfassungsgerichts deutlich zurück.
DGB, Gutachten: Hartz IV weiterhin verfassungswidrig
Anlässlich der Vorstellung der Gutachten von Johannes Münder und Irene Becker zur Bewertung der Regelbedarfe im SGB II und SGB XII im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung erklärte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Montag in Berlin:
„Die im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung erstellten Gutachten bestätigen den DGB in seiner Rechtsauffassung, dass die Regelbedarfe im Hartz-IV-System und in der Sozialhilfe weiterhin verfassungswidrig sind. Das Anfang des Jahres im Vermittlungsausschuss gefundene Kompromissergebnis bleibt hinter den Anforderungen des Bundesverfassungsgerichts deutlich zurück.
Altersarmut und soziales Befinden in Ost- und Westdeutschland
Die Einkommensarmut ist unter den Rentnerhaushalten in Deutschland im Jahr 2009 gegenüber 1995 angestiegen, ebenso die Ungleichheit in der Verteilung der Alterseinkommenden. Stabil geblieben ist die stärkere Betroffenheit von Frauen gegenüber Männern sowie von westdeutschen gegenüber ostdeutschen Rentnern. Entsprechend war die Zufriedenheit mit dem Haushaltseinkommen unter den Rentnerhaushalten im Jahr 2009 allgemein geringer als 1995. Die Lebenszufriedenheit der Rentner ist dennoch gestiegen – mit Ausnahme der armutsgefährdeten Rentner in Ostdeutschland.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) auf der Datengrundlage des Soziooekonomischen Panels (SOEP).
In den Mühlen des Sozialstaates
Dies ist ein Gastbeitrag im Rahmen des Netzwerkes der Blogpaten von Gabriela Pichelmayer aus Wien.
Hatten Sie schon einmal einen Auto- oder Haushaltsschaden? Und mussten Sie dann um die ihnen zustehende Versicherungssumme streiten? Oder ist die Auszahlung gar abgelehnt worden, obwohl Sie jahrelang eingezahlt haben?
Ähnlich verhält es sich beim gesetzlichen Pflegegeld. Nur mit dem Unterschied, dass dieses eine Lebensnotwendigkeit impliziert. Seit man
berufsunfähig geworden ist, ist die Pensionsversicherungsanstalt auch Machthaber über das Pflegegeld.
Vorbild Bio-Siegel: Große Mehrheit der Deutschen befürwortet Einführung eines Sozial-Siegels
PresseMitteilung von enorm Wirtschaftsmagazin vom 8. Juni 2010
Repräsentativumfrage des Wirtschaftsmagazins „enorm“: 74 Prozent aller Deutschen halten ein Sozial-Siegel zur Kennzeichnung von Produkten für „wichtig“ oder „sehr wichtig“ / Ausschluss von Kinderarbeit meistgenannte Voraussetzung für die Zuerkennung
Erinnerung an enorm-Studie (Juni 2010) zur Verbrauchermeinung - Redaktion 'Der Newsblog'
FIAN: Vereinte Nationen fordern konsequenten Menschenrechtsansatz für deutsche Sozialpolitik
Pressemitteilung von FIAN Deutschland
06.06.2011. Deutliche Kritik, verpackt in diplomatische Worte, hat der Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte der Vereinten Nationen (UN-Sozialausschuss) kürzlich in seinem am 20. Mai veröffentlichten Bericht an der deutschen Sozialpolitik formuliert. Mit seinen Anmerkungen hat der Ausschuss die Bewertung des bereits 2008 von der Bundesregierung vorgelegten 5. Staatenberichts abgeschlossen.
“Ungerechte Löhne machen krank”
Artikel des Ärzteblattes vom 8. Juni 2011 ..
Ungerechte Löhne sind schlecht für das Herz. Das ist das Ergebnis der kürzlich veröffentlichten Studie einer Forschergruppe um den Bonner Ökonomen Armin Falk und den Düsseldorfer Soziologen Johannes Siegrist.
„Menschen, die ihre Bezahlung als unfair empfinden […]leiden eher unter Herzkrankheiten, Bluthochdruck und Depressionen“, sagte Falk. Er hatte mit Hilfe eines Experiments untersucht, wie sich das Gefühl von Ungerechtigkeit auf die Gesundheit auswirkt. Außerdem haben die Wissenschaftler Daten des sogenannten Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) ausgewertet.
Pressemitteilung der Delegiertenkonferenz der Nationalen Armutskonferenz (nak)
Berlin, 31. Mai 2011
Sehr geehrte Damen und Herren,
aus der zu dieser Stunde in Berlin stattfindenden Delegiertenkonferenz der Nationalen Armutskonferenz (nak) dürfen wir Ihnen mitteilen: Die Nationale Armutskonferenz (nak) übt massive Kritik an der mangelnden Initiative der Bundesregierung zur Armutsbekämpfung. Die Konferenz hat einstimmig eine von Professor Walter Hanesch von der Hochschule Darmstadt erarbeitete Stellungnahme verabschiedet: „Deutschland verabschiedet sich vom Kampf gegen Armut und soziale Ausgrenzung“. Sie greift die unzureichenden Initiativen der Bundesregierung zur Umsetzung der europäischen Armutsbekämpfungsstrategie auf und rügt auch, dass seitens der Regierung, anders als von der EU gewollt, die nichtstaatlichen Akteure nicht hinreichend einbezogen werden.
Chancen statt Rotstiftaktionen notwendig
Prof. Trabert (nak): Armuts-TÜV verankern
Pressemitteilung des stv. Sprechers der Nationalen Armutskonferenz (nak) Prof.Dr. Gerhard Trabert
Es wird ein wichtiger, bedeutsamer Schritt bei der Armutsbekämpfung in Deutschland sein ― wenn die Politiker das in die Tat umsetzen, was die Nationale Armutskonferenz (nak) vorschlägt: „Das Programm der Bundesregierung, die 2013 gewählt werden wird, soll eine Selbstverpflichtung gegen Armut und soziale Ausgrenzung enthalten", erklärt Professor Gerhard Trabert, stellvertretender Sprecher der Nationalen Armutskonferenz (nak).
Die Regelsätze für Hartz IV und SGB12 im europäischen Vergleich (update)
Erwerbslose werden in Frankreich, Schweden, Finnland und anderen Ländern besser unterstützt. Dort sind Arbeitslose besser gestellt, teilweise deutlich!
Über die jahrelange Diskussion um soziale Leistungen für Erwerbslose muß man sich schon sehr wundern. Es noch nicht lange her, da wurde in der Öffentlichkeit gern ein Bild von überversorgten Menschen in Hartz IV gezeichnet. In Deutschland seien die Sozialleistungen im ALG2 sehr großzügig bemessen, wurde den SteuerzahlerInnen von verschiedenen Seiten aus vermittelt.
Konkrete Angaben bekam man als Bürger nicht an die Hand. Kein Wunder, denn es mangelt am Wahrheitsgehalt. Das Bild vom "gut versorgten ALG2-Empfänger" stimmt (zumindest im Vergleich europäischer Länder) nicht.
Hartz IV: Diakonie für mehr Teilhabe
Eine Meldung vom 6. Mai 2011 bei sozialleistungen.info ...
Das Diakonische Werk (DW) setzt sich dafür ein, Beziehern des ALG II
mehr gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Der
Vorstandsvorsitzende der Diakonie Mitteldeutschland, Eberhard
Grüneberg, forderte im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa, mehr
Verständnis für die betroffenen Menschen zu zeigen.
Die Arbeitslosigkeitsfalle vor und nach der Hartz-IV-Reform
WSI-Mitteilungen 05/2011- Sonja Fehr, Georg Vobruba
Die Verkürzung individueller Arbeitslosigkeitsphasen war ein zentrales
Ziel der Hartz-IV-Reform. In dem Beitrag wird die Dauer der
individuellen Arbeitslosigkeitsphasen vor und nach der Hartz-IV-Reform
vergleichend untersucht. Datengrundlage ist das SOEP.
Hartz-IV-Regelsatz: Was der Mensch braucht
Eine empirische Analyse von Lutz Hausstein
Nachdem der Regelsatz beim ALG II zum 1.1.2011 um ganze fünf Euro angehoben wurde und er damit nach Ansicht vieler Kritiker weiterhin deutlich zu niedrig liegt, legt Lutz Hausstein nun, wie bereits im letzten Jahr, eine neue, ausführliche Bedarfsermittlung vor. Wie auch andere Berechnungen, beispielsweise die des Bündnisses für einen 500-Euro-Eckregelsatz, kommt Hausstein zu dem Ergebnis, daß der aktuelle Regelsatz nicht den tatsächlichen Bedarf deckt und somit den verfassungsmäßigen Vorgaben nicht entspricht.
Die Weiterverbreitung unter CC 3.0 de (BY-NC) ist vom Autor ausdrücklich erwünscht und die Untersuchung steht hier auch als PDF-Datei zum Download zur Verfügung.
"Nachhaltigkeit ist grün .. Punkt." - das ist (sorry) Unsinn!
Die Grundidee der Nachhaltigkeit ist weder einseitig noch einfarbig. Nachhaltigkeit ist bunt!
Während ein Blogbeitrag über Nachhaltigkeit noch in Arbeit ist, fällt im Netz wiedermal die einseitig ökologische Auslegung des Begriffes auf.
"Nachhaltigkeit ist grün", so oder ähnlich liest man's in unzähligen Artikeln, Beschreibungen und Werbetexten. Nachhaltigkeit wird dabei mit Schutz von Natur, Umwelt und Klima, mit erneuerbaren Energien und ökologischer Verantwortung von Unternehmen gleichgesetzt.
Das hört sich gut und vernünftig an, stimmt aber in dieser Vereinfachung nicht! Es ist schlicht und einfach sachlich falsch. Denn Nachhaltigkeit beinhaltet drei zentrale Kriterien. Der Bereich Ökologie ist nur eines dieser Kriterien. Die beiden anderen sind Ökonomie (Wirtschaft) und Soziales.
Prognos Studie „Fiskalische Effekte eines gesetzlichen Mindestlohns“ vorgestellt
Die Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung nennt erstmals Zahlen für Auswirkungen eines Mindestlohns auf öffentliche Haushalte
Berlin, 29. April 2011
Mit einem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50
Euro die Stunde würde sich nicht nur die Einkommenssituation von fünf
Millionen Menschen verbessern, auch der deutsche Staat könnte seine
angespannte Haushaltslage mit über sieben Milliarden Euro entlasten.
Dies zeigt die von der Prognos AG im Auftrag der
Friedrich-Ebert-Stiftung erstellte Studie.
Lebensrealität in den Chef-Etagen angekommen: BA-Vize nennt Hartz IV menschenunwürdig
BA-Vorstand Heinrich Alt: "Hartz IV ist menschenunwürdig." - ein kleiner Pressespiegel
Zum Jahresanfang 2005 ist das Arbeitslosengeld II unter viel Medienaufmerksamkeit eingeführt worden. Es hieß, der neue Regelsatz wäre eine Verbesserung, Betroffene würden dadurch mehr bekommen. Daß dies nicht der Realität entsprach, wurde nicht wahrgenommen.
Der Chef der dm-Drogeriekette Götz Werner bezeichnete das Leben in Hartz IV bereits 15 Monate später als "offenen Strafvollzug". Auch das wurde in Politik, Medien und in der Gesellschaft weitgehend ignoriert. Selbst das Verfassungsgerichtsurteil vom Februar 2010 hat keine Änderung gebracht, trotz deutlicher Anmahnung. Fünf Euro Anhebung des Regelsatzes sind mehr Verhöhung als Verbesserung.
Gestern eine Meldung, die aufhorchen lässt: Im Interview des Tagesspiegel nennt der Vizevorstand der Bundesagentur für Arbeit Hartz IV menschenunwürdig. Heinrich Alt: "Nur Lebenskünstler können von 364 Euro leben."
Sechs Jahre und vier Monate nach Einführung des ALG2 ist die Lebensrealität betroffener MitbürgerInnen in den Chefetagen angekommen.
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