Newsbeiträge » Soziales
Ukrainische Journalistin über Kronleuchter, Armut und eine Tüte Kartoffeln
Die alte Frau, die nur eine Kartoffel kaufen konnte – Armut in der Ukraine
Am Mittwoch, den 13. März, schrieb die Journalistin Olena Danko einen kurzen Eintrag [uk] auf ihrer Facebook-Seite über eine Begegnung im Supermarkt mit einer alten Frau, die gerade genug Geld hatte, um eine einzelne Kartoffel zu kaufen. Eine traurige Geschichte, typisch für die Ukraine, die dennoch wenig Überraschendes hatte für jeden, der auch nur für kurze Zeit in dem Land gelebt hat.
Danko konnte kaum davon ausgehen, dass ihre Geschichte größere Auswirkungen haben würde, sie wollte nur ihrem Schmerz und ihrem Frust über die derzeitige Lage in der Ukraine Luft machen.
Doch für viele Netizens war diese Geschichte über extreme Armut so aussagekräftig, dass sie sich innerhalb weniger Stunden verbreitete wie ein Lauffeuer.
Skandinavien: Green Care für sozial benachteiligte Menschen in Südfinnland
Natürlich und integrativ: Bei einem sozialen Innovationsprojekt in Finnland wird die Natur genutzt, um das Wohlbefinden und die Integration benachteiligter Gruppen zu steigern
Im Rahmen des finnischen Wiedereingliederungsprogramms „Green Care“ werden neue Ansätze entwickelt, mit denen Menschen geholfen werden kann, die Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche haben und von sozialer Ausgrenzung bedroht sind, darunter auch Menschen mit Behinderung.
Armutsbericht verabschiedet: Nicewashing auf dem Rücken betroffener Menschen
Armuts- und Reichtumsbericht: „Umfairteilen statt vertuschen“ - Protestaktion vor dem Kanzleramt während der Debatte
Berlin/Minden (umf/nb) 6.3.2013. Das Bündnis „Umfairteilen“ hat heute vor dem Bundeskanzleramt gegen die „beschönigenden Änderungen“ am Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung demonstriert.
Eine Person mit einer Maske von Vizekanzler Rösler (FDP) verfälschte mit Farbeimer und Pinsel an großen Texttafeln zentrale Aussagen des Berichts. Dagegen protestierten Bürgerinnen und Bürger mit Schildern und Sprechchören. Anlass für die Protestaktion war die Verabschiedung des Berichts im Bundeskabinett.
Farrell, EAPN: "Wir sind von einer Europäischen Union der Solidarität weit entfernt."
Das Social Investment Paket - vielversprechende Rhetorik, aber wird es die Armut verringern?
Brüssel/Minden (eapn/nb) 20. Februar 2013. Die Europäische Kommission hat heute ein Social Investment-Paket "Hin zu Social Investment für Wachstum und Zusammenhalt" verabschiedet - einschließlich der Umsetzung über den Europäischen Sozialfonds 2014 bis 2020.
Das Paket setzt einen Rahmen für politische Reformen, "um sozialen Schutz angemessener und nachhaltiger zu machen, in die Erfahrungen und Fähigkeiten zu investieren und die Menschen in den kritischen Momenten zu unterstützen, die sie in ihrem Leben erfahren". Das Paket umfasst eine Mitteilung der Kommission und 8 Arbeitspapiere.
Armut und Ungleichheit in Europa: Konferenz mit Zivilgesellschaft beim Strassburger Europarat
Armut und Ungleichheit in Gesellschaften mit Menschenrechten – das Paradoxon der Demokratien
Straßburg/Minden (eur/nb) – Um die Grundlagen für eine neue Strategie zur Bekämpfung von Armut zu schaffen, veranstaltet der Europarat in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission am 21. und 22. Februar in Straßburg eine Konferenz zum Thema „Armut und Ungleichheit in Gesellschaften mit Menschenrechten – das Paradoxon der Demokratien“.
Thorbjørn Jagland, Generalsekretär des Europarates, und László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, eröffnen die Konferenz am Donnerstag, 21. Februar, um 9 Uhr im Plenarsaal des Palais de l’Europe.
NRW-Landesministerin zum Welttag der Sozialen Gerechtigkeit: Europa braucht einen sozialen Stabilitätspakt
Ministerin Schwall-Düren: Rettungspakete für Banken & Staaten - für die Menschen wurde nichts getan, öffentliche Leistungen sogar gekürzt.
Am 20. Februar ist der Welttag der sozialen Gerechtigkeit. Er wurde von den Vereinten Nationen eingeführt und im Jahr 2009 zu ersten Mal begangen. Aus diesem Anlass erklärte Dr. Angelica Schwall-Düren, NRW-Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien:
„Die Sensibilität für Soziale Gerechtigkeit ist in den letzten Wochen und Monaten gewachsen. Der von der Europäischen Kommission kürzlich vorgelegte Sozialbericht unterstreicht die besorgniserregende soziale Aufspaltung Europas in einen relativ stabilen Norden und einen von der Rezession geplagten Süden.
Denn gerade dort sind die Sozialsysteme als Folge der anhaltenden Wirtschaftskrise überlastet. Sie sind kaum noch fähig, die Folgen der Krise aufzufangen und den Menschen einen sozialen Mindestschutz zu gewähren.
Prozesskostenhilfe: Rechtschutz für Arme nicht weiter aushöhlen
Münchener Hilfeverein: Rechtsschutz für Arme erhalten - Deutschland im internationalen Vergleich unter Industrienationen jetzt schon unter den Schlusslichtern
Letzten Donnerstag war die erste Lesung im Bundestag zur Neuregelung der Prozesskosten- und zum Beratungshilferecht. Hintergrund dieser Neuregelung ist der Versuch, letztlich auf Kosten von armen Menschen Geld zu sparen. Dem Bund sind die Kosten für die Prozesskostenhilfe und die Beratungskostenhilfe zu hoch.
Wer die Geschichte um die kostenfreie Beratung und der kostenfreien Hilfe von bedürftigen Menschen vor Gericht kennt, weiß, dass es ein langer und steiniger Weg war, bis zum heute gültigen Prozesskosten- und Beratungshilferecht.
Beide Gesetze sicherten ab den 80er Jahren bedürftigen Menschen die Möglichkeit sich kostenfrei von einem Anwalt eigener Wahl beraten zulassen und vor Gericht von einem Anwalt vertreten zu werden. Ein gewaltiger Schritt im Vergleich zum vorher geltenden Armenrecht.
nak-Sprecher: „Die Armutsbekämpfung ist ein Stiefkind der öffentlichen Förderung in Deutschland“
nak-Sprecher Thomas Beyer fordert von der Bundesregierung verlässliche finanzielle Mittel gegen die Bedürftigkeit in Deutschland: Österreich fördert dortige Armutskonferenz mit 85.000 Euro, Deutschland mit 8900 Euro die hiesige
Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Die Armut im reichen Deutschland ist mit 14,5 Prozent hoch. Dem nicht genug, nehmen bestimmte Formen der Armut stetig zu: Die Zahl der bedürftigen älteren Menschen steigt ebenso wie die der von Armut bedrohten Erwerbslosen. Dennoch ist und bleibt das Thema ein Tabu in unserer Gesellschaft.
In diesem Zusammenhang geht vom Staat eine fatale Signalwirkung aus: „Die Armutsbekämpfung ist ein Stiefkind der öffentlichen Förderung in Deutschland. Damit wird das drängende Problem in der allgemeinen Wahrnehmung marginalisiert“, erklärt Thomas Beyer, Sprecher der Nationalen Armutskonferenz (nak).
„Gemeinsam schaffen wir mehr“ - 3. Neujahrsempfang der Arbeitslosen in Mönchengladbach
Der „Volksverein Mönchengladbach“, das Kath. Forum für Erwachsenen- und Familienbildung sowie der Katholikenrat der Region Mönchengladbach laden für Freitag, den 25. Januar 2013 von 16:00 bis 18:00 Uhr in die Albertuskirche, Albertusstraße 40, in 41061 Mönchengladbach zum 3. Neujahrsempfang der Arbeitslosen ein.
Sozialberatung Diakonie Herford kritisiert zu geringe Hartz IV Erhöhung
Die Anpassung an die normale Einkommensentwicklung sei richtig, helfe den Betroffenen Menschen aber nicht wirklich weiter, so Jutta Henke von der Sozialberatung der Diakoniestiftung in Herford im Westdeutschen Rundfunk (WDR).
Diakonie-Chef RWL: Armutsbericht ist Flucht vor der Wahrheit
Vorstand der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL) nimmt Stellung zum Armutsbericht der Bundesregierung - Becker: "Das ist Flucht vor der Wahrheit."
“Man kann nicht ein ganzes Volk für dumm verkaufen. 25% der Lohnabhängigen sind Menschen, die wirklich arm sind, obwohl sie Arbeit haben. Sechs Millionen Menschen brauchen ergänzende Stütze, obwohl viele von ihnen den ganzen Tag arbeiten.
Die Kluft zwischen arm und reich in Deutschland wird immer breiter. Ich halte es für einen riesen Skandal, wenn diese Regierung nicht zu dieser Warhheit stehen kann.
mörderisch lecker - Bildung geht durch den Magen
Das sind die Schlagzeilen für den Kochkalender 2013, den der Volksverein Mönchengladbach mit einer bunten Schar von Köchen, Krimiautoren und Fotografen erstellte.
Das Motto für diesen Kalender bezieht sich auf die neun mitwirkenden rheinisch-niederrheinischen Krimiautoren, die kulinarisch-kriminelle Henkersmahlzeiten bereiteten: Horst Eckert, Rebecca Gablé, Brigitte Glaser, Carsten Sebastian Henn, Thomas Hoeps, Ralf Kramp, Arnold Küsters, Judith Merchant
„Angeworben“, die Messer zu wetzen, wurden sie alle von der Autorin Jutta Profijt, die den Volksverein schon lange unterstützt. So präsentiert die „kriminelle Truppe“ sich mit mörderisch leckeren Gerichten – und die Taten führen hier nicht hinter „schwedische Gardinen“, sondern an den Kochtopf.
Noch kein Winter: Obdachloser Mensch stirbt in Rostock
Nachrichten - Erster Kältetoter in diesem Herbst - In Mecklenburg-Vorpommern hat es vermutlich das erste Kälteopfer in diesem Herbst gegeben. Wie die Polizei mitteilte, kam in der Nacht zum Donnerstag in Rostock ein Obdachloser bei Temperaturen von knapp über null Grad ums Leben.
Rostock (dpa): Ein Passant habe den 54-Jährigen gegen 4.30 Uhr im innerstädtischen Park Rosengarten gefunden. Der Mann sei stark unterkühlt gewesen und kurze Zeit später trotz intensiver Bemühungen des Notarztes im Rettungswagen gestorben. ... ...
... weiterlesen bei nordkurier.de .. Rostock: Obdachloser stirbt an Unterkühlung
Studie 'Armut in der Europäischen Union' - Sozialdemokraten fordern "Sozialunion"
Jährlich eine Million mehr armutsgefährdete Menschen in Europa - Sozialdemokratische Fraktion hat Initiative für Sozialunion eingebracht
Wien (OTS/SK) - SPÖ-EU-Abgeordneter Josef Weidenholzer hat am Montag im Rahmen der Präsentation der Studie "Armut in der Europäischen Union" der Österreichischen Gesellschaft für Politikberatung und Politikentwicklung (ÖGGP) betont, dass die soziale Säule stärker in der Politik der Europäischen Union berücksichtigt werden müsse.
Die Studie ist die erste, die einen Überblick über die Armutsgefährdung in Europa bietet. 80 Millionen Menschen in Europa sind armutsgefährdet, diese Zahl steigt jährlich um eine Million Menschen.
Einkommen und Lebenserwartung: Menschen mit hohen Einkommen leben länger
Frauen aus armutsgefährdeten Haushalten haben demnach eine um dreieinhalb Jahre geringere Lebenserwartung als wohlhabende Frauen. Männer aus armutsgefährdeten Haushalten und solche mit prekären Einkommen leben durchschnittlich fünf Jahre kürzer als ihre wohlhabenden Geschlechtsgenossen.
Armutsnetzwerk: Gemeinsam gegen Individualisierung von Armut
Armutsnetzwerk trifft sich in Niedersachsen und gründet Trägerverein. Aufnahme in die Nationale Armutskonferenz soll beantragt werden.
In Sulingen bei Bremen hat sich am Donnerstag, 23.08.2012 das Armutsnetzwerk offiziell als Verein gegründet. Ziel des Vereins ist die bundes- wie europaweite Vernetzung der von Armut, Ausgrenzung und Wohnungslosigkeit bedrohten und betroffenen Menschen und ihre Interessenvertretung.
Mindener Erwerbslose laden wieder zum gemeinsamen Frühstück ein
Der Erwerbslosenverein setzt seinen Frühstückstreff für Betroffene nach längerer Unterbrechung fort. Der neue Ort liegt am Glacisrand nahe der Innenstadt.
Nach erfolgreichen Vorgesprächen steht's nun fest. Die Erwerbslosen aus Ostwestfalen setzen den MALZ-Frühstückstreff nach etwa 1 1/2 Jahren Unterbrechung mit teils altem, teils neuem Team fort. Mit dem Donnerstag ist es beim gleichen Wochentag geblieben. Der Beginn wurde um eine halbe Stunde vorverlegt. Dafür soll dann schon um 12 Uhr das letzte Brötchen verspeist sein.
Die Räumlichkeiten für das Erwerbslosenfrühstück wurden neu gewählt. Sie befinden sich im Gebäude der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (EFG) am Marienglacis am Rand der Innenstadt.
Strategietreffen: Das bundesweite Armutsnetzwerk will Betroffenen eine Stimme geben
Gründerversammlung 'Armutsnetzwerk in Deutschland' vom 21. bis 23. Juni 2012 in Sulingen (Niedersachsen)
Von Donnerstag, 21.06. bis Samstag, 23.06. 2012 werden sich die die Mitglieder des deutschen Armutsnetzwerkes in Sulingen bei Bremen treffen, um gemeinsam über Ziele, Arbeitsweise und Forderungen für eine menschenwürdige Politik zu beraten und abzustimmen.
Das „Armutsnetzwerk“ wurde am 1. Januar 2011 als unabhängiges Netzwerk von und für Menschen, die selbst von Armut und Ausgrenzung betroffen oder bedroht sind, gegründet und versteht sich als Interessenvertretung gesellschaftlich und sozial benachteiligter Menschen.
Die Mitglieder des bundes- und europaweit aktiven Netzwerkes fordern eine stärkere Beteiligung von Menschen mit Armutserfahrungen bei der politischen Entscheidungsfindung und die Umsetzung des grundgesetzlich garantierten Anspruches des Rechts auf ein menschenwürdiges Leben auch für arme und einkommensschwache Menschen.
Jahrestreffen 2012 des EAPN-Netzwerkes gegen Armut
EAPN-Generalversammlung in Norwegen - Abschlusserklärung: Sparmaßnahmen funktionieren nicht - Nötig ist ein Pakt für soziale Investitionen
Die Delegierten der 23. EAPN-Generalversammlung (7. bis 9. Juni 2012 in Oslo, Norwegen) schließen sich mit den von Armut betroffenen Menschen zusammen, um den EU-Institutionen die "rote Karte" zu zeigen. In der Hektik, die Märkte zu beschwichtigen, haben sie die Menschen im Stich gelassen, darunter die Verletzlichsten.
Die gemeinsam im Europäischen Rat handelnden Mitgliedstaaten verfolgen einen Ansatz, der Sparmaßnahmen Priorität einräumt. Dadurch bezahlen "die Armen" den Preis für eine Krise, die sie nicht verursacht haben. Und ein integrativer Aufschwung wird untergraben.
Große Teile der Bevölkerung fühlen sich sozial ausgeschlossen
Große Teile der Bevölkerung in Deutschland haben das Gefühl, dass ihre gesellschaftliche Teilhabe nicht gesichert ist. Der Verlust von Lebenszufriedenheit und Glück, weniger Selbstsorge und weniger bürgerschaftliches Engagement sind die Folge.
Darauf haben Wissenschaftler der Universität Kassel bei der Tagung
„Inklusion, Teilhabe und Behinderung – Anfragen an die (Human-)
Wissenschaften“ am Mittwoch hingewiesen. „60 Prozent der deutschen
Bevölkerung erleben ihre finanzielle Situation als ständige
Gratwanderung zwischen Meistern und Absturz“, sagte der
Sozialpsychologe Prof. Dr. Ernst-Dieter Lantermann. „40 Prozent machen
sich große Sorge um ihren Arbeitsplatz, über 50 Prozent befürchten,
dass sie ihre Ansprüche im Alter deutlich senken müssen.“ 40 Prozent
sähen ihre Gesundheit als bedroht an, 60 Prozent glaubten, dass in
Deutschland die Häufigkeit sozialer Notlagen deutlich zunehme: „30
Prozent befürchten eine Erosion ihrer sozialen Netze.“
Druck auf Arbeitslose mitverantwortlich für Verzweiflungstat
Aktion Strenge Christine vor dem AMS Graz. AKTIVE ARBEITSLOSE fordern Rücktritt von Karl-Heinz Snobe
(Wien, 8.4.2012) Um die Welt ging die Meldung über die
Selbstverstümmelung eines Arbeitslosen am 26.3.2012 im oststeirischen
Ort Mitterlabill. Arbeitsunwilligkeit bzw. Angst vor einer Arbeit
unterstellten viele Medien pauschal dem Arbeitslosen.
Als Protest gegen
Die Politik des AMS und gegen diese vorverurteilende
Medienberichterstattung zeigte der Verein AKTIVE ARBEITSLOSE
anschaulich in einer Straßenaktion vor dem AMS Graz am 4.4.2012:
Die
„Strenge Christine“ - als Symbol für die Wirtschaft und eine ehemalige
Staatssekretärin des Wirtschaftsministerium - trieb einen Arbeitslosen
mit Krücke und Halsmanschette in die Arme eines Arztes, der ohne mit
der Wimper zu zucken die volle Arbeitsfähigkeit attestierte und die
Invaliditätspension verweigerte. Damit wurde die aussichtslose
Situation des „Selbstverstümmelungsaktivisten“, der zwischen dem AMS
und Pensionsversicherungsanstalt hin und her geschoben wurde,
handgreiflich dargestellt.
Arbeitslosigkeit: Der Zivilisationsseuche die Giftzähne ziehen ..?
Bundesagentur und Krankenkassen (GKV) arbeiten in der Prävention für Erwerbslose zusammen - ein erster Faktencheck aus Betroffenensicht
Bundesagentur für Arbeit und die gesetzlichen Krankenkassen werden in die Gesundheitsvorsorge für erwerbslose Menschen einsteigen. Das wurde am Gründonnerstag 2012 in einer gemeinsamen Pressemeldung bekannt gegeben.
Eine zeitliche Begrenzung wird nicht genannt. Das erscheint wohl überlegt, denn beide wissen nur zu genau, dass Gesundheitsvorsorge für Arbeitslose alles andere als eine einfache, überschaubare Aufgabe ist.
Sozialpolitisch könnte es durchaus ein kleiner Meilenstein werden. Ob es tatsächlich einer wird, dürfte erst in einigen Monaten zu erkennen sein.
Denn was bei den Betroffenen tatsächlich wie ankommen wird, ist bisher höchst ungewiss. Die Präventionsangebote sind noch zuwenig konkretisiert, genauso wie die Hilfsatmosphäre, in der die Umsetzung stattfindet. Hier gibt es bereits erhebliche Bedenken.
Denn mit ungeschriebenem "Kleingedrucktem" ist bei Hartz IV immer zu rechnen.
Bundesagentur und GKV: Damit Arbeitslosigkeit nicht krank macht
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) und die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) unterzeichnen Kooperationsvereinbarung // Ziel ist es, Arbeitslose für die eigene Gesundheit zu sensibilisieren und stärker Präventionsangebote zu nutzen
„Wer gesund ist und arbeiten will, hat in der Welt nichts zu fürchten“
schrieb einst Gotthold Ephraim Lessing. Mehr als zweihundert Jahre
später ist dieser Satz überholt. Nationale und internationale Studien
belegen, dass - insbesondere anhaltende - Arbeitslosigkeit krank macht.
Bereits heute weist jeder dritte Leistungsberechtigte in der
Grundsicherung („Hartz IV“) gesundheitliche Einschränkungen auf.
Nachgewiesen ist auch, dass die mentale wie physische Verfassung der
Arbeitslosen Vermittlungserfolge stärker beeinflussen kann als ihre
formale Qualifikationen. Daher wollen die BA und der GKV-Spitzenverband
zusammen mit seinen Mitgliedskassen an diesem Punkt ansetzen und
Arbeitslose gezielt über Präventionsangebote informieren.
Keine steuernde Wirkung: Praxisgebühr für Arme abschaffen
Berlin, 09.03.2012 . "Die Einführung der Praxisgebühr hat dazu geführt, dass Menschen, die arm sind, Arztbesuche aufschieben oder vermeiden. Für diese Gruppe muss die Praxisgebühr abgeschafft werden", betont Caritas-Präsident Peter Neher angesichts der aktuellen Debatte zu diesem Thema.
Der Deutsche Caritasverband hatte zum Auftakt der Kampagne Armut macht krank bereits
zu Jahresbeginn vor Journalisten in Berlin deutlich gemacht, dass die
Praxisgebühr ihre steuernde Wirkung verfehlt, aber negative
Auswirkungen auf Arme habe.
Wachsende Energiearmut: Stromsperren durch frühzeitige Gegenstrategien den Saft abdrehen
Energiearmut grassiert – Tendenz steigend. So das Ergebnis einer Umfrage der Verbraucherzentrale NRW bei den 110 Grundversorgern in Nordrhein-Westfalen. Nach Einschätzung von drei Viertel der 58 antwortenden Unternehmen sind wachsende Probleme rund um Energieschulden und Stromsperren festzustellen.
Die Zahlen sprechen für sich: In 2010 haben die befragten
Energieunternehmen in NRW mehr als drei Millionen Mal die Zahlung von
Stromrechnungen angemahnt. Nach 340.000 Sperrandrohungen folgte dann
für 62.000 Kunden tatsächlich das Aus beim Saft aus der Steckdose.
"Hochgerechnet auf alle 110 Grundversorger dürfte etwa 120.000
Haushalten der Strom abgedreht worden sein, bundesweit schätzungsweise
sogar 600.000 Mal", fasst NRW-Verbraucherzentralenvorstand Klaus Müller
die alarmierende Bilanz wachsender Energiearmut zusammen.
Zweiter Wohnungsloser erfroren
BAG Wohnungslosenhilfe erneuert Appell zum Kälteschutz
Bielefeld,
22.02.2012. Wie erst heute aufgrund des Obduktionsberichts der Polizei
Berlin bekannt wurde, ist inzwischen ein zweiter wohnungsloser Mann
erfroren. Dies teilte die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe
(BAG W), der Dachverband der Wohnungslosenhilfe in Deutschland, mit.
Bei dem Toten handelt es sich um einen 78jährigen Wohnungslosen, der
bereits am 15. Februar nahe des Potsdamer Platzes in Berlin tot
aufgefunden worden war.
Am 02. Februar 2012 war ein 55jähriger
Mann in Magdeburg erfroren. Zwei weitere wohnungslose Männer in Köln
und Berlin erlagen schwersten Verbrennungen, als sie sich in ihren
provisorischen Unterständen an einer Kerze bzw. an einem Feuer
aufwärmen wollten.
Aktives Handeln gegen soziale Spaltung notwendig
„Soziale Gerechtigkeit ist elementar für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Sie darf nicht nur als Thema für politische Sonntagsreden abgefertigt werden.“ Das erklärte der Präsident des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes Volkssolidarität, Prof. Gunnar Winkler, aus Anlass des UNO-Welttages der sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar.
„Die Kluft zwischen Arm und Reich ist in Deutschland größer denn je. Die seit Jahren ungebrochene Umverteilung von unten nach oben spaltet die Gesellschaft in einem gefährlichen Maße. Wenn in einem der reichsten Länder der Welt zwölf Millionen Menschen in Armut leben, dann ist das ein Skandal. Auch deshalb wird sich die Volkssolidarität weiter für soziale Gerechtigkeit in diesem Land einsetzen und stark machen.“
Tag der sozialen Gerechtigkeit: SoVD fordert Politik des sozialen Zusammenhalts
"Wir beobachten mit großer Sorge die weitere Zunahme der ungleichen Einkommensverteilung", erklärt Adolf Bauer, Landesvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. "Vor allem die Zunahme des Niedriglohnbereiches verschärft die Soziale Ungleichheit."
Aachen: Dialogtagung zu öffentlich geförderter Beschäftigung
Verantwortung übernehmen - Potenziale nutzen - Die öffentlich geförderte Beschäftigung als Herausforderung
Dialogtagung 2012
28. Februar 2012, 9 bis 17 Uhr
August-Pieper-Haus, Aachen
Die Würde des Menschen ist ein großes gesellschaftliches Thema, das die
Lebensbedingungen und -perspektiven vieler, auch arbeitsloser Menschen
prägt. Mit den Mittelkürzungen für die Bundesagentur für Arbeit und dem
beschlossenen Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am
Arbeitsmarkt geht den betroffenen Menschen wieder ein Stück Hoffnung
verloren, anerkannter und geschätzter Teil unserer Gesellschaft zu
werden.
Erfrierungsschutz: Die Pflicht zum Handeln
BAG Wohnungslosenhilfe: Städte und Gemeinden verstoßen gegen ihre Amtspflichten, wenn sie nicht rechtzeitig Notunterkünfte bereitstellen oder verschaffen
Bielefeld,
16. 12. 2011. Unter dem Titel „Den Kältetod von Wohnungslosen
verhindern!“ hat die BAG Wohnungslosenhilfe e.V. (BAG W) eine
Handreichung erstellt, in der die rechtlichen Grundlagen der
staatlichen Schutzpflichten zusammenfassend dargestellt und Eckpunkte
für Maßnahmen zum Erfrierungsschutz benannt werden.
DGB: ILO-Arbeitslosenzahlen sind Weckruf für Staats- und Regierungschefs
„Die weltweiten Arbeitslosenzahlen der ILO sind ein erneuter Weckruf für die Staats- und Regierungschefs, endlich mehr Anstrengungen für Wachstum und Beschäftigung zu unternehmen. Denn fast 200 Millionen Menschen weltweit sind ohne Arbeit. Das entspricht beinahe der Einwohnerzahl der drei größten EU-Mitgliedsstaaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammen.
Oldenburger Erwerbslose rufen zu gemeinsamen 'Wir haben es satt'-Protesten auf
Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg (ALSO): Aufruf an Gruppen, Arbeitskreise, Netzwerke von Erwerbslosen und Geringverdienenden: Wir haben es satt! Demo am 21. Januar in Berlin.
Erwerbslosengruppen wollen mit Töpfen, Topfdeckeln und Kanistern auf der Demo am 21. 1. in Berlin Krach schlagen dafür, dass sich alle Menschen fair produzierte Lebensmittel leisten können.
Sie treffen sich dazu ziemlich in der Mitte des Demozuges, hinter den TeilnehmerInnen der Gruppen von Slow Food und direkt vor dem Block von GREENPEACE (diese kommen wohl mit ihren Maisstengelpuppen).
Erkennbar ist unser Block an der Gelben Fahne mit dem Krach-Schlagen-Logo und dem ebenfalls gelben Front-Transparent von der Demo am 10.10.2010 (mindestens 80 Euro mehr für Lebensmittel).
„Bis zum Anpfiff - Spielzeit 2012“ Neujahrsempfang der Arbeitslosen
Der “Volksverein Mönchengladbach“, das Kath. Forum für Erwachsenenbildung und der Katholikenrat der Region Mönchengladbach laden herzlich ein zum
NEUJAHRSEMPFANG DER ARBEITSLOSEN
Das Motto des Empfangs lautet „Bis zum Anpfiff - Spielzeit 2012“
- Neues vom Transfermarkt sowie
- Wege ins Abseits
– Neue Spielregeln
Hintergrund für den Empfang sind die anstehenden Regelungen der zum 1. April in Kraft tretenden Arbeitsmarktreformen, die insbesondere langzeitarbeitslose Frauen und Männer und Maßnahmen zur Unterstützung der Integration in Arbeit und Gesellschaft „abschreiben“!
SUCHT IN UNSERER GESELLSCHAFT
Als Sozialarbeiter beschäftige ich mich seit vielen Jahren mit dem Thema "Sucht in unserer Gesellschaft". Für mich ist das Alltag und ich möchte mit diesem Beitrag keinen wissenschaftlichen Artikel schreiben, sondern vielmehr die Suchterkrankungen bei uns in Deutschland mal mehr aus Sicht der Betroffenen und meinen Erfahrungen mit Ihnen beschreiben. Ich verzichte daher auf Zitate und Verlinkungen, ich denke, meine Erfahrungen und die der Betroffenen, reichen aus, um einen Überblick zu geben, in ein "TABUTHEMA" unserer Gesellschaft. Alle Namen und Daten der Erwähnten habe ich geändert, zu Ihrem Schutz, aber die Aussagen sind wahrheitsgemäß wiedergegeben.
Paritätischer legt Armutsbericht 2011 vor
Parität legt Studie über 5 Jahreszeitraum vor: Deutlicher Negativtrend in Berlin und Nordrhein-Westfalen, besorgniserregend die Entwicklung im Ruhrgebiet
Vor einer Verfestigung der Armut auf Rekordniveau warnt der
Paritätische Wohlfahrtsverband anlässlich der Veröffentlichung seines
Armutsberichtes 2011. Scharfe Kritik übt der Verband an der
Sozialpolitik der Bundesregierung. Er fordert die Bundesregierung zu
einer rigorosen armutspolitischen Kehrtwende auf.
Rund 12 Millionen Menschen sind laut Paritätischem Armutsbericht in
Deutschland armutsgefährdet – 14,5 Prozent der Bevölkerung. Alarmierend
sei, dass auch in Jahren mit starkem Wirtschaftswachstum wie 2006, 2007
oder 2010 die Armut nicht zurückgegangen sei. „Es handelt sich um eine
Verhärtung der Armut auf sehr hohem Niveau“, stellt
Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider fest. „Wo die Wirtschaft nicht
für sozialen Ausgleich sorgt, ist die Politik gefordert.“
EU ruft zu Sofortmaßnahmen gegen die Jugendarbeitslosigkeit auf
Brüssel, 20. Dezember 2011 – Vor dem Hintergrund der mit 21 % anhaltend hohen Jugendarbeitslosigkeit in Europa setzt sich die Kommission dafür ein, dass die Mitgliedstaaten, die Arbeitnehmervertretungen und die Wirtschaft entschlossen und mit vereinten Kräften gegen die Jugendarbeitslosigkeit vorgehen. Im Rahmen der heute von der Kommission verabschiedeten neuen Initiative „Chancen für junge Menschen“ werden die Mitgliedstaaten dazu aufgerufen, frühzeitige Schulabgänge zu verhindern, jungen Menschen die Entwicklung der für den Arbeitsmarkt relevanten Kompetenzen zu erleichtern, ihnen das Sammeln von Berufserfahrung und eine innerbetriebliche Ausbildung zu ermöglichen sowie sie bei der Suche nach einem ersten guten Arbeitsplatz zu unterstützen.
Die Kommission fordert die Mitgliedstaaten auch nachdrücklich zu einer besseren Nutzung des Europäischen Sozialfonds auf; noch immer warten 30 Mrd. EUR darauf, einem Projekt zugewiesen zu werden. Außerdem schlägt die Kommission eine Reihe konkreter Maßnahmen vor, die unmittelbar aus verschiedenen EU-Fonds finanziert werden können.
Idee eines Obdachlosen: Max Bryan gründet «Wohnungsmelder.org»
(ddp tp) Der Ankündigung folgten Taten und derzeit befindet sich der 36-Jährige auf einer 800 km Radtour quer durchs Rheinland bis in den Hessischen Taunus hinein.
Etappen: Hamburg (20.11.), Buchholz, Bad Fallingbostel, Verden, Minden (4.12.), Hameln, Hamm, Dortmund, Essen, Köln, Bonn, Koblenz, Wiesbaden, Mainz, Frankfurt, Kelkheim (Ts.), Cleeberg (Ts.), Butzbach, Friedberg und Bad Nauheim (23.12.).
Einkommensungleichheit nimmt OECD-weit zu – in Deutschland besonders schnell
(Berlin/Paris – 5. Dezember 2011) In Deutschland ist die Einkommensungleichheit seit 1990 erheblich stärker gewachsen als in den meisten anderen OECD-Ländern. In den 80er und 90er Jahren gehörte das Land zu den eher ausgeglichenen Gesellschaften, inzwischen liegt es nur noch im OECD-Mittelfeld. Das geht aus der Studie „Divided we stand – Why inequality keeps rising“ hervor, die heute von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung veröffentlicht wurde.
Mit durchschnittlich 57.300 Euro verdienten die obersten zehn Prozent der deutschen Einkommensbezieher im Jahr 2008 etwa achtmal so viel wie die untersten zehn Prozent (7400 Euro). In den 90ern lag das Verhältnis noch bei 6 zu 1, der aktuelle OECD-Durchschnitt ist 9 zu 1.
BAG Wohnungslosenhilfe: Kältehilfe für Wohnungslose ausweiten!
Jetzt handeln, um der gestiegenen Zahl der Wohnungslosen gerecht zu werden
Bielefeld, 23. 11. 2011. In diesem Winter werden mehr Wohnungslose auf den Straßen leben als in den Jahren zuvor. Deswegen fordert die BAG Wohnungslosenhilfe e.V., der Dachverband der Wohnungslosenhilfe in Deutschland, dass die Kommunen die Kältehilfe entsprechend hochfahren.Lagebericht: Aktivitäten für einen sozialen Arbeitsmarkt in NRW (update)
Im Arbeiterstammland Nordrhein-Westfalen soll ein sozialer Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitlose entstehen: Einzelheiten über die aktuelle Lage
Die Bestrebungen für einen sozialen Arbeitsmarkt für langzeiterwerbslose Menschen werden konkreter. Die rot-grüne Landesregierung NRW und der Paritätische Wohlfahrtsverband sind die Vorreiter.
Das sind sicher begrüßenswerte Entwicklungen, keine Frage - die allerdings aus leidvoller Erfahrung der letzten 10 Jahre dringend zivilgesellschaftlicher Begleitung bedarf.
Mangelndes Wissen über die Lebenslagen und Bedürfnisse betroffener Menschen führen leicht zu falschen Vorstellungen. Oder es wird politisch vorschnell und zu sehr nach Kassenlage entschieden.
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